Städte- und Gemeindebund beklagt Lehrermangel

Leeres Lehrerpult vor unbeschriebener Schultafel

Städte- und Gemeindebund beklagt Lehrermangel

  • In allen Schulformen fehlen Lehrer
  • Ausbildung laut Städte- und Gemeindebund das Problem
  • Umstellung von G8 auf G9 große Herausforderung

Der Städte- und Gemeindebund hat die große Zahl fehlender Lehrer kritisiert. Es gebe zwar genug Interessenten für die Lehrerausbildung, "aber das Ausbildungssystem ist im Moment nicht in der Lage, diese Kapazitäten aufzunehmen", sagte Jan Fallack, Schulreferent des Bundes, am Donnerstag (24.01.2019) dem WDR.

Schulen vor G9-Rückkehr: "Die Lage ist angespannt"

WDR 5 Morgenecho - Interview 24.01.2019 06:24 Min. Verfügbar bis 24.01.2020 WDR 5

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Schülerzahl steigt stark

Die Lage sei angespannt. "Wir haben über Jahrzehnte damit gerechnet, dass die Schülerzahlen insgesamt fallen werden. Tatsächlich wissen wir, dass der Trend umgekehrt ist. Die Schülerzahl wird stark steigen", so Fallack. Und der Lehrermangel sei eklatant.

500 Millionen Euro für die Kommunen

Eine weitere Herausforderung sei die Umstellung von G8 auf G9 an den Gymnasien und Gesamtschulen des Landes. Am Mittwoch (23.01.2018) hatte sich der NRW-Landtag mit einem Gesetz befasst, dass den Übergang regeln soll. Rund 500 Millionen Euro will das Land den Kommunen für die Anpassung zur Verfügung stellen.

Co-Existenz von G8 und G9 ein Problem

"Ich bin zuversichtlich, dass das System es schaffen kann", betonte Fallack. Allerdings werde man nicht ein "reines G9-Gymansium" haben. G8 bleibt für die Schulen eine Option. Ein Umstand, den der Städte- und Gemeindebund kritisiert. Diese Co-Existenz der Systeme erschwere Unterrichtsplanung und Lehrerausbildung.

Stand: 24.01.2019, 11:41