Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz demonstrieren Geschlossenheit

Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz demonstrieren Geschlossenheit

  • Großer Empfang für die CDU-Chefin im sauerländischen Eslohe 
  • Ministerposten für Friedrich Merz kein Thema 
  • Europawahl im Mittelpunkt

Wer geglaubt hat, dass Friedrich Merz an diesem Freitagabend (12.04.2019) in seiner Sauerländer Heimat zum zukünftigen Wirtschaftsminister in einem möglichen Kabinett von Annegret Kramp-Karrenbauer gekürt wurde, der irrt. 

Schon bevor die CDU-Chefin die überfüllte Schützenhalle mit weit über 1.000 Zuhörern betrat, sagte sie gegenüber dem WDR: "Ein Posten für Friedrich Merz, das ist hier heute Abend kein Thema."

Seit dem Hamburger Parteitag im Dezember standen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz nicht mehr gemeinsam auf einer Bühne. Der Auftritt an diesem Abend sollte wohl vor allem die neue große Geschlossenheit innerhalb der CDU demonstrieren. 

Wohltuender Applaus für Merz

Friedrich Merz eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen launigen Rede, er dankte der CDU-Chefin für ihre Arbeit, lobte die Vielfalt seiner Sauerländer Heimat und betonte, sich auch weiter in den Dienst der Partei stellen zu wollen. Dafür gab es minutenlangen Applaus. Nach der Enttäuschung auf dem CDU-Parteitag sicher wohltuend für Merz: Die Basis steht weiter hinter ihm. 

Europawahl im Mittelpunkt

Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer im sauerländischen Elslohe

Annegret Kramp-Karrenbauer legte in ihrer bekannten Sachlichkeit nach und machte die anstehende Europawahl zu ihrem Schwerpunkt. Sie bat um Unterstützung für den nordrhein-westfälischen CDU-Spitzenkandidaten Peter Liese, sprach über die Wichtigkeit Europas, zukünftige Chancen und Schwierigkeiten und appellierte an ihre Zuhörer: "Lasst uns diese Wahl ernst nehmen. Es geht nicht um das Abschneiden der Parteien, sondern die Zukunft unseres Landes.

Spitzenkandidat Peter Liese komplettierte die Worte von Kramp-Karrenbauer:  "Überlassen wir Europa nicht den Populisten, übernehmen wir am 26. Mai Verantwortung."

Stand: 12.04.2019, 21:21