Jeder Achte mit Handy am Steuer erwischt

Das Bild zeigt eine Dame, die mit dem Handy am Ohr hinter dem Steuer eines Autos sitzt.

Jeder Achte mit Handy am Steuer erwischt

  • Bilanz nach Polizeikontrollen
  • Zwölf Prozent mit Handy am Ohr erwischt
  • Innenminister Reul: Fahren wie unter Alkohol

Mehr als 24.000 Auto-, Lkw- und Radfahrer hatte die Polizei am Mittwoch (08.05.2019) in ganz NRW ins Visier genommen - auf der Suche nach Autofahrern, die während der Fahrt ein Handy benutzen. Das Ergebnis gab das NRW-Innenministerium am Donnerstag (09.05.2019) bekannt: 2.887 Verkehrsteilnehmer seien mit dem Smartphone in der Hand erwischt worden - rund zwölf Prozent.

Viele Menschen hätten noch nicht begriffen, "wie gefährlich die Nutzung des Handys am Steuer ist", sagte Innenminister Herbert Reul (CDU). Telefonieren während der Fahrt sei vergleichbar mit dem Fahren bei mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut. Wer gleichzeitig Nachrichten textet, fahre sogar wie mit 1,0 Promille.

Auch Radfahrer zahlen Strafe

"Die Benutzung von Handys während der Fahrt kostet Menschenleben", warnte Reul noch einmal eindringlich, "kein Anruf, keine Nachricht und kein Beitrag in den sozialen Medien sind so wichtig, als dass es sich lohnen würde, dafür sein und das Leben anderer zu riskieren". Für Autofahrer, die während der Fahrt das Handy auch nur in die Hand nehmen, gilt ein Bußgeld von 100 Euro, hinzu kommt ein Punkt in Flensburg. Radfahrer zahlen 55 Euro Strafe.

Die Zahl der Verkehrsunfälle durch Ablenkung steigt nach Angaben des Innenministeriums seit Jahren an. Im vergangenen Jahr ahndete die NRW-Polizei gut 166.000 Handy-Verstöße - 10.000 mehr als noch 2017.

Stand: 09.05.2019, 12:47