Kommentar: Ungeimpft wird das Leben öde

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Kommentar: Ungeimpft wird das Leben öde

Von Bettina Altenkamp

NRW stellt in weiten Teilen auf 2G bei den Corona-Maßnahmen um. Gut so, meint unsere Kommentatorin.

Für Ungeimpfte - also frewillig Ungeimpfte - wird es in NRW jetzt richtig öde. Nix mehr mit Kino, Konzert, Weihnachtsmarkt oder Fußballstadion. Arbeiten, einkaufen, allenfalls noch zum Friseur oder zur Fußpflege... das war es dann auch schon.

Haltung noch mal überdenken

Gut so - oder doppelt gut, weil es heißt ja 2G. Zum Schutz für die freiwillig Ungeimpften und zum Schutz für alle anderen. Und ganz nebenbei auch als sanftes Druckmittel, die eigene Haltung zum Impfen noch mal zu überdenken.

Vom "Nein Danke" hin zu einem "Ja gerne". Das ist gut so aber leider ziemlich spät. Es ist vermutlich ziemlich müßig draüber nachzudenken, ob der gefährliche Zeitverzug bei den Maßnahmen - ob nun im Bund oder endlich auch in NRW - der Bundestagswahl, den Ampelverhandlungen oder dem Unwillen einzelner Akteure geschuldet ist.

Gut, dass Maßnahmen verschärft werden

Deutschland erlebt den zweiten Corona Winter, die 4. Welle und - um RKI Chef Wieler zu zitieren: "Es ist fünf nach 12." Die aktuellen Maßnahmen kommen reichlich spät und falls die Hospitalisierungrate weiter steigt, also noch mehr Menschen mit einer Covid Erkrankung im Krankenhaus landen, könnten die Maßnahmen noch mal weiter verschärft werden.

Aber gut, DASS die Maßnahmen verschärft werden, es für Ungeimpfte heißt: "Wir müssen draußen - besser gesagt: zu Hause bleiben." Dass allein die Debatte über schärfere Maßnahmen Wirkung gezeigt hat - belegt die Zahl der Erstimpfungen. Montag allein 19.000 in NRW - sonst waren es zuletzt nur rund 7.000. 2G zeigt Wirkung - hoffentlich noch weiter.

Stand: 23.11.2021, 16:52

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