Laschet für Inbetriebnahme von Datteln 4

Block 4 des Kraftwerks Datteln

Laschet für Inbetriebnahme von Datteln 4

  • Armin Laschet spricht sich für Betrieb von Datteln 4 aus
  • Bund müsste Entschädigung an Uniper zahlen
  • Inbetriebnahme war immer wieder verschoben worden

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 doch in Betrieb zu nehmen.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hatte eigentlich empfohlen, "bereits gebaute, aber noch nicht im Betrieb befindliche Kraftwerke" nicht anzuschalten. Mit dem Eigentümer solle darüber eine Verhandlungslösung gefunden werden. Das zielte auf Datteln 4, das einzige derzeit in Bau befindliche Kohlekraftwerk in Deutschland.

CO2-Reduzierung durch Inbetriebnahme?

"Für mich ist der Hauptmaßstab: Wie reduzieren wir CO2?", erklärte Laschet am Mittwoch (06.11.2019). Wenn das dadurch gelingen sollte, dass "das modernste Kohlekraftwerk der Welt dafür ans Netz gehen würde, würde ich dem Bund nicht raten, Milliarden dafür zu bezahlen, dass es nicht ans Netz geht", so Laschet.

Was wird aus Kraftwerk "Datteln 4"?

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 31.01.2019 03:38 Min. Verfügbar bis 30.01.2020 WDR 5

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Bereits 1,5 Milliarden Euro investiert

Der Energiekonzern Uniper hat in den Neubau des Kraftwerks inzwischen rund 1,5 Milliarden Euro investiert. Die Inbetriebnahme hatte sich wegen rechtlicher Probleme und Pannen in der Anlage immer wieder verschoben. Ende Oktober hatte ein Uniper-Sprecher erklärt, dass das Kraftwerk im ersten Quartal des kommenden Jahres zeitweise mit dem Stromnetz verbunden werden solle - als "rein vorbereitende Maßnahme."

Stand: 07.11.2019, 15:20