Klimaanalyse: Belastung durch Hitze steigt in NRW

Vertrocknete Maispflanzen auf einem Feld in Dortmund im Juli 2018

Klimaanalyse: Belastung durch Hitze steigt in NRW

  • Landesamt für Umwelt legt Klimaanalyse 2019 vor
  • Zahl der Menschen, die von Hitzebelastung betroffen sind, steigt
  • Situation werde sich verschärfen, warnt LANUV

In NRW werden künftig etwa 11,1 Millionen Menschen - und damit zwei Drittel der Bevölkerung - durch steigende Temperaturen im Sommer belastet sein. Zu dem Ergebnis kommt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nach einem Abgleich seiner Klimaanalyse 2018 mit den aktuellen Zensus-Daten.

Zahl steigt von 6,9 auf 11 Millionen

Bereits heute werden etwa 23 Prozent der gesamten Siedlungsfläche Nordrhein-Westfalens wegen der sommerlichen Hitzebelastungen als ungünstig oder sehr ungünstig eingestuft. In diesen Gebieten leben aktuell etwa 6,9 Millionen Menschen. Durch den fortschreitenden Klimawandel werde sich die Situation verschärfen, teilte das Landesamt am Donnerstag (05.12.2019) mit.

Gegensteuern in den Kommunen gefordert

Bei einem Anstieg um ein Grad Celsius werden demnach Flächen, die heute noch als sogenannte Klimawandel-Vorsorge-Bereiche gelten, zusätzlich in die höchsten Belastungsklassen fallen. Damit steige dann auch die Zahl der betroffenen Bürger, die in diesen Regionen leben, so das Landesamt.

"Nicht nur am Tag sind die hohen Temperaturen lähmend, vor allem nachts, wenn es nicht mehr unter 20 Grad abkühlt, wirkt sich die Hitze negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden aus", erklärte Lanuv-Präsident Thomas Delschen. "Deshalb ist es so wichtig, die Lage so genau wie möglich zu analysieren, um ein Gegensteuern in den Kommunen noch zu ermöglichen."

Klimaschutz: "Mehr Mut!"

WDR 2 03.12.2019 04:00 Min. Verfügbar bis 02.12.2020 WDR Online

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Stand: 05.12.2019, 17:21