Land unterstützt Paare mit unerfülltem Kinderwunsch

Ein Schnuller auf weißem Hintergrund

Land unterstützt Paare mit unerfülltem Kinderwunsch

  • Land beteiligt sich an Kinderwunsch-Behandlungskosten
  • Bis zu vier Versuche werden unterstützt
  • Anträge können ab August gestellt werden

Die Landesregierung will Paare mit unerfülltem Kinderwunsch finanziell bei den kostspieligen medizinischen Behandlungen unterstützen. Erstmals nehme das Land dieses Jahr an einem entsprechenden Bundesprogramm teil und stelle dafür 3,7 Millionen Euro bereit, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag (02.07.2019). "Der Kinderwunsch darf nicht am Geld scheitern."

Land rechnet mit 4.500 betroffenen Paaren

Bisher zahlen Krankenkassen die Hälfte der Behandlungskosten für die ersten drei Versuche der künstlichen Befruchtung, und das auch nur verheirateten Paaren. Unverheiratete Paare bekommen keinen Zuschuss.

Die Landesregierung unterstützt künftig Ehepaare und unverheiratete Paare mit Hauptwohnsitz in NRW bei den ersten vier Versuchen einer in NRW erfolgten Behandlung. Die Kosten liegen je nach Methode zwischen 2.500 und 5.000 Euro pro Behandlung. Die Landesregierung geht von rund 4.500 Paaren in NRW aus, die Anträge stellen wollen.

Land und Bund übernehmen Häfte des Eigenanteils

Bei verheirateten Paaren übernimmt das Land künftig gemeinsam mit dem Bund die Hälfte des Eigenanteils. Unverheiratete Paare können die Förderung beantragen, wenn sie in einer "verfestigten, nichtehelichen Lebensgemeinschaft" leben. Sie erhalten für den ersten bis dritten Versuch 25 Prozent und für den vierten Versuch bis zu 50 Prozent ihres Eigenanteils. Außerdem bezuschusst das Land sie zusätzlich mit jeweils maximal 270 Euro für die ersten drei Versuche. Die Anträge können ab 30. August online gestellt werden. Frauen dürfen aber nicht älter als 40 Jahre sein, Männer nicht älter als 50.

Stand: 02.07.2019, 16:19