Wirtschaftminister will keine Windräder im Wald

Wirtschaftminister will keine Windräder im Wald

Von Stefan Lauscher

  • Pinkwart will keine Windräder in Waldgebieten
  • Wald-Lobby will bisheriges Verbot lockern
  • Wirtschaftsminister sieht keine Akzeptanz

In Nordrhein-Westfalen wird es keine Ausnahmen vom strengen Windkraft-Verbot im Wald geben, auch nicht als Nothilfe für die vom Borkenkäfer geschädigten Waldbesitzer. Das hat NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart am Mittwoch (30.10.2019) im Landtag deutlich gemacht. Noch im August hatte er gegenüber dem WDR und in Zeitungsinterviews die Möglichkeit einer solchen Nothilfe angedeutet.

Keine Akzeptanz

Die Situation im NRW-Wald ist weiterhin dramatisch. Die anhaltende Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer haben dem Wald zugesetzt. Rund 20.000 Hektar liegen danieder und müssen langwierig wieder aufgeforstet werden. Für den Bau von Windrädern auf diesen Schadflächen müsste also kein einziger Baum gefällt werden. Trotzdem heute das klare Nein der Landesregierung. Begründung: Dafür gebe es keine Akzeptanz.

Die privaten Waldbesitzer in NRW fordern dagegen seit Monaten vehement, das Windkraft-Verbot im Wald zu lockern. Vor allem, um ihre massiven finanziellen Verluste durch Sturm und Borkenkäfer ausgleichen zu können. Auch der Landesbetrieb Wald und Holz ist dafür, mehr Windräder zuzulassen. In NRW stehen aktuell 67 Windräder im Wald.

Waldsterben 2.0 - Wie schlimm ist es wirklich?

WDR RheinBlick 26.07.2019 25:25 Min. Verfügbar bis 26.07.2020 WDR Online

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Stand: 30.10.2019, 16:05