Laschet lässt Kandidatur für Merkel-Nachfolge offen

Laschet lässt Kandidatur für Merkel-Nachfolge offen

Von Nina Magoley

  • Laschet lässt eigene Kandidatur für Parteivorsitz offen
  • Er wolle zunächst "Gespräche führen"
  • Merkels Verzicht habe ihn überrascht

Armin Laschet ist Vorsitzender des mitgliederstärksten CDU-Landesverbands und gilt deshalb auch als Kandidat für den Bundesvorsitz seiner Partei. Doch bevor er sich zur Wahl stelle, wolle er erst noch nachdenken, sagte der Ministerpräsident am Montagnachmittag (29.10.2018) in Düsseldorf.

Laschet sagte, er wolle zunächst mit allen sechs bereits nominierten Kandidaten für den Bundesparteivorsitz Gespräche führen. Zu den prominenten unter ihnen gehören der derzeitige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der ehemalige Bundesvorsitzende Friedrich Merz. Auch der Bonner Uniprofessor Matthias Herdegen hatte kürzlich seine Kandidatur angekündigt.

Merkel kündigte Ende aller politischen Ämter an

Überraschend hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag erklärt, beim CDU-Parteitag im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Zudem werde sie kein weiteres Mal für das Amt der Bundeskanzlerin antreten.

Die Entscheidung der Kanzlerin habe auch ihn "vollkommen überrascht", sagte Laschet: "Es war heute ein bewegter Tag, sicher auch ein historischer Tag." Der CDU-Bundesvorstand habe die Nachricht "mit großem Respekt entgegengenommen".

Wer schließlich ihre Nachfolge als Bundesvorsitzende antrete, werde der nächste CDU-Bundesparteitag am 7. und 8. Dezember in Hamburg klären. Wichtig sei aber, dass die Partei "erstmal über Inhalte" rede. Laschet warnte, die CDU dürfe "nicht nur um sich selbst kreisen", es gehe um mehr. Die Partei sei in der Bundesregierung schließlich weiterhin mit wichtigen innen- und außenpolitischen Problemen konfrontiert.

Stand: 29.10.2018, 18:04