Schul-Kakao: Eltern und Ärzte fordern Ende der Subventionierung

Schüler trinken auf dem Schulhof der Grundschule Düsseldorf-Lörick während der großen Pause Milch zum Frühstück

Schul-Kakao: Eltern und Ärzte fordern Ende der Subventionierung

  • Keine Landesmittel für Kakao an Schulen
  • Initiative will ausgewogene Ernährung
  • Landesregierung sieht Kakao als Milchersatz

In einem offenen Brief haben Ärzte, Wissenschaftler, Lehrer und Elternvertreter die NRW-Landesregierung aufgefordert, die steuerfinanzierte Förderung von gezuckertem Kakao an Schulen und Kitas zu beenden.

Obst und Gemüse statt Kakao

In einem von der Verbraucherorganisation Foodwatch initiierten Schreiben, das am Freitag (14.09.2018) bekannt wurde, plädieren sie dafür, stattdessen auf eine ausgewogene Mittagsverpflegung mit ausreichend Obst und Gemüse zu setzen.

Schädlich für die Kinder

"Die Verteilung gezuckerter Schulmilch ist antiquiert und schädlich für die Gesundheit der Kinder - sie sollte nicht mehr gefördert werden", schrieb der Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft, Matthias Blüher. "Das Land NRW wäre gut beraten, das Schulmilchprogramm auf nicht gezuckerte Milch zu reduzieren", sagte GEW-Vorsitzende Dorothea Schäfer.

Landesregierung hält an Subventionierung fest

Die NRW-Landesregierung hatte kurz vor Beginn des neuen Schuljahres angekündigt, neben ungezuckerter Schulmilch auch weiterhin den bei Kindern beliebten Kakao im Rahmen des EU-Schulprogramms zu fördern. "Kakao ist für die Kinder wichtig, die für Milch pur nicht zu begeistern sind", heißt es in der Begründung.

Süße und klebrige Getränke

WDR 2 Servicezeit | 31.08.2018 | 02:47 Min.

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Stand: 14.09.2018, 07:51