Trotz Außenseiterrolle: Spahn bekräftigt Kandidatur

Trotz Außenseiterrolle: Spahn bekräftigt Kandidatur

  • CDU-Vorsitz: Außenseiter Spahn bekräftigt Kandidatur
  • Münsterländer will kommende Jahrzehnte "aktiv führend mitgestalten"
  • 1.001 CDU-Delegierte entscheiden am Freitag (07.12.2018)

Er hat eigentlich keine Chance, will sie aber trotzdem nutzen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Mittwoch (05.12.2018) im WDR noch einmal bekräftigt, seine Kandidatur für den CDU-Bundesvorsitz aufrecht zu erhalten.

"Ich mache mein Angebot, ich werde kandidieren am Freitag. Ich werbe um jede Stimme der 1.001 Delegierten und dann werden wir einfach sehen, wie das Ergebnis ist", sagte der Außenseiter im Interview mit der "Aktuellen Stunde".

Spekulationen um Rückzug

Spahn zählt zum konservativen Flügel seiner Partei, wie auch Mitbewerber Friedrich Merz. Zuletzt war darüber spekuliert worden, Spahn könnte auf seine Kandidatur verzichten, um Merz in einem Zweikampf um den CDU-Bundesvorsitz mit der liberaleren Generalsekretärin und Merkel-Vertrauten Annegret Kramp-Karrenbauer zu stärken.

Am späten Freitagnachmittag (07.12.2018) entscheiden die Delegierten in Hamburg erstmals seit 47 Jahren in einer Kampfabstimmung darüber, wer die CDU in die Zukunft führen soll.

"Aktiv führend mitgestalten"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei seiner Rede auf der Regionalkonferenz der CDU in Düsseldorf

Spahn befürwortet das sehr: "Es ist klar, es gibt einen Gewinner, zwei gewinnen nicht. So ist das, wenn mehr als einer antritt. Aber dieser ganze Prozess mit mehr als einem Kandidaten tut der Partei richtig gut. Das ist ja fast 50 Jahre her, dass wir das letzte Mal eine Auswahl hatten." Er selbst sieht seine Zukunft so: "Ich möchte die 20er, 30er Jahre aktiv führend mitgestalten."

Stand: 05.12.2018, 19:23