Gefährder: Islamist in die Türkei abgeschoben

Der verstärkten Abschiebung islamistischer Gefährder, denen ein Terroranschlag in Deutschland zugetraut wird, steht nichts mehr im Wege.

Gefährder: Islamist in die Türkei abgeschoben

  • Gefährder in Köln festgenommen
  • Islamist wurde jetzt abgeschoben
  • Weitere Abschiebungen angekündigt

Ein als islamistischer Gefährder eingestufter Türke (28) ist in Köln festgenommen und abgeschoben worden. Das bestätigte die NRW-Landesregierung am Donnerstag (17.05.2018). Der Mann sei bereits am Dienstag (15.05.2018) mit einem Flugzeug von Frankfurt nach Istanbul gebracht worden.

Er soll einer Gruppe niedersächsischer Islamisten angehört haben. Im Dezember war er wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Die Landesregierung will weitere Gefährder abschieben. "Wir werden weiter mit allen rechtlichen Mitteln gegen Gefährder und Kriminelle vorgehen", kündigte NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) an. "Wir könnten noch mehr erreichen, wenn der Bund bessere Rückführungsabkommen abschließen könnte. Statt markiger Sprüche erwarte ich hier von Horst Seehofer mehr Taten."

Stand: 17.05.2018, 18:22