Weniger Schulen in NRW mit Inklusionsklassen

Schülerin mit Down-Syndrom schreibt neben gesunder Schülerin in ihr Heft.

Weniger Schulen in NRW mit Inklusionsklassen

Von Daniela Junghans

Im kommenden Schuljahr werden insgesamt 947 weiterführende Schulen Inklusion in Klasse 5 anbieten. Bisher waren es mehr als 1.000 Schulen in NRW.

Für Kinder mit Behinderungen, die im Herbst 2019 auf eine weiterführende Schule wechseln, gibt es etwas weniger Auswahl. Das hängt mit der Reform der Inklusion an den Schulen in NRW zusammen. Schulministerin Yvonne Gebauer will die Zahl der Schulen mit gemeinsamem Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen langfristig reduzieren. Künftig soll es „Schulen des gemeinsamen Lernens“ geben, an denen es weiter Inklusionsklassen gibt. Alle anderen Schulen sollen dann keine Inklusion mehr anbieten. Das neue System startet im Herbst in den 5. Klassen und soll dann jedes Jahr um eine Klassenstufe steigen.

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) beantwortet die Fragen von Journalisten.

NRWs Schulministerin Yvonne Gebauer

Bislang haben sich 775 Schulen für das neue System angemeldet, darunter 286 Gesamtschulen, 214 Realschulen und 139 Hauptschulen. Gymnasien sind kaum dabei, lediglich 35 werden Inklusions-Klassen anbieten.

Inklusion ohne spezielle Klassen

Allerdings gibt es auch Schulen, die zwar keine Inklusions-Klassen einrichten, aber dennoch einzelne Kinder mit Behinderungen aufnehmen. Das sind vor allem Gymnasien, 120 haben sich dafür angemeldet. Sie nehmen vor allem Kinder mit Behinderungen auf, die zielgleich unterrichtet werden, also auch das Abitur machen sollen.

Kinder mit Behinderungen, die schon jetzt in Inklusionsklassen lernen, dürfen dort auch bis zu ihrem Schulabschluss bleiben.

Stand: 18.06.2019, 12:00