Inklusion: Mehr Schüler mit Förderbedarf an allgemeinen Schulen

Inklusion in der Schule

Inklusion: Mehr Schüler mit Förderbedarf an allgemeinen Schulen

An allgemeinen Schulen werden in NRW immer mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Doch auch Förderschulen sind weiterhin gefragt.

Sollen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf spezielle Förderschulen gehen oder ganz im Sinne der Inklusion an allgemeinen Schulen unterrichtet werden? Sie haben zwar einen Rechtsanspruch auf das gemeinsame Lernen mit Kindern ohne Behinderung. Doch ein Muss ist das nicht. Eine Festlegung der Politik gibt es dazu auch nicht. In der Praxis zeigt sich aber ein Trend.

Inklusionsquote auf neuem Höchststand

So lernen immer mehr Jungen und Mädchen mit besonderem Förderbedarf - etwa mit starken Beeinträchtigungen beim Lernen oder körperlichem Handicap - an allgemeinen Schulen zusammen mit Kindern ohne Behinderung. Im Schuljahr 2020/2021 waren es 62.805. Das hat das Statistische Landesamt am Donnerstag mitgeteilt.

Damit lag die sogenannte Inklusionsquote bei 44,6 Prozent. Bedeutet: Von allen Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in NRW gingen 44,6 Prozent von ihnen auf eine allgemeine Schule und nicht an eine Förderschule. Innerhalb eines Schuljahres stieg diese Quote um 0,7 Prozentpunkte. Aber: In den letzten Jahren sind die Zuwachsraten immer geringer worden.

Förderschulen weiterhin gefragt

Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch immer eine Mehrheit der betroffenen Kinder auf Förderschulen geht. Mit 78.150 Mädchen und Jungen entspricht das einer Quote von 55,4 Prozent.

Insgesamt ist die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schuljahr 2020/2021 angewachsen. Mit 140.950 waren es 2,5 Prozent mehr als im Jahr davor.

Lernen mit Behinderung: Wie Inklusion helfen kann Quarks Folge 34 12.11.2019 06:26 Min. UT Verfügbar bis 12.11.2024 WDR Von Katharina Wolff

Stand: 14.10.2021, 13:42