NRW will Heimatgefühl stärken

Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU)

NRW will Heimatgefühl stärken

  • Land möchte Heimatgefühl in NRW stärken
  • Heimatministerin stellt fünf Förderprojekte vor
  • Samstag (17.03.2018) erster Heimatkonkress in NRW

Etwa 113 Millionen Euro sind im Topf: Ab Sommer 2018 will das Land NRW "lokales Ehrenamt in Verbindung mit Heimat fördern", so Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Donnerstag (15.03.2018) in Düsseldorf. Das Geld soll bis zum Jahr 2022 in so genannte "Heimat-Schecks", "Heimat-Preise", "Heimat-Werkstätten", "Heimat-Zeugnisse" und einen "Heimat-Fonds" fließen.

Heimat-Scheck

Der Heimat-Scheck soll laut Scharrenbach ein "Möglichmacher" sein für kleine Projekte, die eigentlich gar nicht viel Geld kosten. Jährlich sollen 1.000 dieser Schecks über jeweils 2.000 Euro an Projekte lokaler Vereine und Initiativen gehen, die sich mit Heimat beschäftigen.

Heimat-Preis

Der "Heimat-Preis" soll von Kommunen in einem Wettbewerb an ehrenamtlich tätige Bürger vergeben werden, die sich mit ihren Projekten dann wieder in einem Wettbewerb auch auf Landesebene präsentieren. Kleinere Gemeinden sollen ein Preisgeld von 5.000 Euro vergeben können, Kreise von 10.000 Euro. Kreisfreie Städte erhalten vom Land 15.000 Euro, die als Preisgeld vergeben werden sollen.

Heimat-Werkstatt

Die "Heimat-Werkstatt" soll den Gedankenaustausch über Heimat fördern. Laut Heimatministerium soll hierbei etwa ein "ortstypisches Kunstwerk entwickelt und verwirklicht werden, etwa als Gestaltung von Kreisverkehren". Die Förderung soll pro Projekt bei bis zu 40.000 Euro liegen.

Heimat-Zeugnis

Hierbei sollen etwa Zeugnisse lokaler Geschichte oder besondere und prägende Bauwerke gefördert werden. Dabei kann es sich laut Heimatministerium um die Einrichtung eines virtuellen Museums an einem historischen Ort handeln, die Umgestaltung eines Heimat-Museums, oder auch die Restaurierung eines historischen Gebäudes. Gefördert werden sollen Projekte ab 100.000 Euro.

Heimat-Fonds

Mit den "Heimat-Fonds" sollen Initiativen unterstützt werden, die ein Heimat-Projekt etwa durch Spenden verwirklichen wollen. "Für jeden eingeworbenen Euro legt das Land einen Euro drauf", erklärt Heimatministerin Scharrenbach. Projekte mit einem Budget bis zu 40.000 Euro können so auf maximal 80.000 Euro aufgestockt werden.

"Jede Region hat ihren eigenen unverwechselbaren Charakter. Den wollen wir nicht verändern, sondern stärken - und damit die Vielfalt in Nordrhein-Westfalen fördern", so Scharrenbach. Ab Sommer 2018 können erstmals Anträge auf Förderung gestellt werden - "bürokratiearm", wie das Heimatministerium betont.

Erster Heimatkongress in NRW

Zahlreiche Vorträge, Diskussionen und Arbeitsgruppen zum Thema "Heimat" sind auch für den ersten NRW-Heimatkongress am kommenden Samstag (17.03.2018) geplant. Dazu erwartet Ministerin Scharrenbach etwa 450 Teilnehmer in Münster. Auf dem Kongress soll vor allem die Arbeit der 900 lokalen Vereine und 160.000 Ehrenamtlichen in NRW gewürdigt werden, so die Ministerin. Nach Münster soll der Kongress in den Jahren 2020 und 2022 im Rheinland bzw. im Kreis Lippe stattfinden.

NRW will Heimatgefühl stärken

WDR 5 Westblick - aktuell | 15.03.2018 | 01:09 Min.

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Stand: 15.03.2018, 15:36