Hambacher Forst: Sonderurlaub für Polizisten

Demonstranten mit Banner "System Change not Climate Change" und Polizisten bei Kerpen Buir (23.09.2018)

Hambacher Forst: Sonderurlaub für Polizisten

  • Sonderurlaub für Polizisten im Hambacher Forst
  • Fast 380.000 Einsatzstunden geleistet
  • Minister Reul bekundet Wertschätzung

Für ihren Einsatz bei den Räumungen im Hambacher Forst erhalten alle in den vergangenen Wochen eingesetzten Polizisten zwei Tage Sonderurlaub. "Dieser Einsatz bedeutete für Sie alle ganz besondere Belastungen, deshalb verdient er auch ganz besondere Wertschätzung", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) laut Mitteilung vom Freitag (12.10.2018) bei einem Treffen mit Bereitschaftspolizisten in Brühl.

"Viele von Ihnen waren für den Einsatz tagelang von Ihren Familien getrennt, deshalb will ich Ihnen mit den zwei zusätzlichen Urlaubstagen wenigstens einen Teil dieser verloren gegangenen Familienzeit zurückgeben", sagte Reul. Von dem Sonderurlaub sollen neben den Polizeivollzugsbeamten auch alle weiteren Regierungsmitarbeiter profitieren, die in der sogenannten Besonderen Aufbauorganisation für den Einsatz am Hambacher Forst Dienst getan haben. Dazu zählten Polizeiärzte, Fahrer und Versorgungshelfer.

Polizeigewerkschaft fordert bessere Bezahlung der Bereitschaftspolizei

Polizeifahrzeug steht im Hambacher Forst

Polizei im Hambacher Forst

Die Polizei-Hundertschaften hatten bei der mehrwöchigen Räumung des Forstes laut Reul fast 380.000 Einsatzstunden geleistet. Insgesamt seien zwischen dem 13. September und dem 8. Oktober etwa 31.000 Menschen in dem Wald am Rande des Braunkohletagebaus im Einsatz gewesen, hatte der Minister am Mittwoch (10.10.2018) im Landtag gesagt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte gefordert, die Extra-Arbeit der vergangenen Wochen zeitnah zu vergüten und die Bereitschaftspolizei besser zu bezahlen.

Hambi bleibt! - und dann?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 12.10.2018 | 18:31 Min.

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Stand: 12.10.2018, 17:37