Hacker-Angriff: Zeugen widersprechen Landesregierung

Schulze Föcking: Landesregierung unter Druck WDR aktuell 14.12.2018 01:29 Min. Verfügbar bis 14.12.2019 WDR

Hacker-Angriff: Zeugen widersprechen Landesregierung

  • Untersuchungsausschuss befragte Kriminalbeamte
  • Zeugen nähren Zweifel an Darstellung der Regierung
  • Hacker-Angriff sei am Tag danach nicht belegt gewesen

Der Parlamentarischen Untersuchungs-Ausschuss, der die Vorgänge rund um den vermeintlichen Hacker-Angriff auf die damalige Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) klären soll, befragte am Freitag (14.12.2018) Kriminalbeamte aus Münster und Steinfurt. Die Zeugen waren mit den Erst-Ermittlungen vor Ort befasst.

Ermittlungen am Tag danach

Es geht um den Morgen nach dem angeblichen Hackerangriff am 15. März 2018. Staatsschutz und Kripo ermittelten am 16. März auf dem Hof der Schulze Föckings in Steinfurt und versuchten sich ein erstes Bild zu verschaffen vom heimischen Computer-Netzwerk. Erst am Mittag übernahmen Spezialisten vom Landeskriminalamt.

Am gleichen Mittag verbreitete die Landesregierung aber bereits eine Erklärung: Unbekannte hätten versucht, auf persönliche Daten der Ministerin zuzugreifen. Wörtlich hieß es damals: "Mindestens teilweise waren die Versuche auch erfolgreich."

Ein Kripo-Beamter sagte im Untersuchungsausschuss dazu: "Nach unserem Ermittlungsstand hätte man das unmöglich so sagen können." Und ein anderer Polizist sagte: "Für mich klingt das nach einem Fakt. Aber es gab noch keinen Ermittlungsstand."

Am Montag (17.12.2018) vernimmt der Untersuchungsausschuss Beamte des Landeskriminalamtes.

Aufklärung oder unnötiges Schauspiel: Brauchen wir Untersuchungsauschüsse?

WDR RheinBlick 29.11.2018 23:40 Min. Verfügbar bis 29.11.2019 WDR Online

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Stand: 14.12.2018, 16:40