Nahverkehr soll alte Strecken von Grubenbahnen nutzen

Stillgelegtes Bahngleis

Nahverkehr soll alte Strecken von Grubenbahnen nutzen

Wo früher Kohle rollte, sollen bald Menschen im Waggon sitzen: Das Land NRW möchte alte Güter- und Grubenbahnstrecken wiederbeleben.

Das Kohle-Ende in NRW hinterlässt nicht nur stillgelegte Gruben und Zechen - auch die ehemaligen Transportwege werden nicht mehr gebraucht. Doch nun rücken diese alten Bahnstrecken wieder in den Fokus.

Das Land will stillgelegte Verbindungen von Güter-, Werks- und Grubenbahnen reaktivieren. Das Ziel: Der Personenverkehr auf der Schiene soll dadurch ausgebaut werden. Vom Bund will NRW dafür finanzielle Unterstützung haben. Bislang gibt es nur Geld, wenn eine alte Bahnstrecke, auf der es schon früher Personenverkehr gab, wiederbelebt wird.

Bund soll Zuschüsse geben

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst

Geht es nach NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU), sollen die Zuschüsse auch dann fließen, wenn ehemalige Werks- oder Güterbahnen reaktiviert werden. Einen entsprechenden Vorschlag will Wüst bei einer am Mittwoch beginnenden Konferenz mit seinen Länderkollegen machen.

Ein konkretes Projekt gibt es bereits: So könnte die ehemalige Zechenbahn von Duisburg nach Kamp-Lintfort zu neuem Leben erweckt und für den Personenverkehr genutzt werden.

Eigentlich müsste das Vorhaben auf Zustimmung stoßen. Der Bund will die Infrastruktur für den Nahverkehr ausbauen und dafür Milliarden ausgeben. Ein Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Reaktivierung von Bahnverbindungen im ländlichen Raum.

Stand: 14.10.2020, 13:36