Widerstand in NRW gegen GroKo lässt nach

Armin Laschet, Michael Groschek

Widerstand in NRW gegen GroKo lässt nach

Von Martin Teigeler

  • Ministerpräsident Laschet für Schwarz-Rot ab Anfang 2018
  • SPD-Landeschef Groschek benennt Knackpunkte für Große Koalition
  • Aus NRW aber auch kritische Stimmen zu neuer GroKo

Nach dem Aus für Jamaika nähern sich CDU und SPD doch noch einer neuen GroKo im Bund an. Union und SPD hätten nun die Chance, möglicherweise zu Beginn des nächsten Jahres, eine Bundesregierung zu bilden, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag (27.11.2017) vor einer Sitzung des CDU-Vorstands in Berlin.

Brief der NRW-SPD

SPD-Landeschef Michael Groschek schließt ein weiteres Bündnis seiner Partei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offenbar nicht mehr kategorisch aus. In einem Brief an Parteichef Martin Schulz und SPD-Bundestags-Fraktionschefin Andrea Nahles schrieb Groschek, trotz "großem Misstrauen" verweigere man sich keinen Gesprächen mit der Union.

Die SPD listete in dem Schreiben inhaltliche Kernpunkte auf. Im WDR-Interview betonte Groschek am Montag, Merkel sei gescheitert. Der Einladung des Bundespräsidenten werde man sich jedoch nicht entziehen.

Doch wieder "Hilfssheriff"?

Erst am 18. November hatte der Landesparteirat der NRW-SPD in Castrop-Rauxel beschlossen: "Wir stehen für eine Große Koalition nicht zur Verfügung." Groschek sagte tags zuvor in einem WDR-Interview: "Wir werden nicht den Hilfssheriff in einer neuen Großen Koalition geben."

An der Basis von CDU und SPD gibt es viele Gegner von Schwarz-Rot - auch in NRW. Politiker beider Parteien sprachen sich in den letzten Tagen für eine CDU-geführte Minderheitsregierung als Alternative zu einer GroKo aus.

Jugend ohne Groko: Neuer Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert

WDR 5 Morgenecho - Interview | 27.11.2017 | 06:38 Min.

Download

Stand: 27.11.2017, 12:44