Digitales Schulprojekt wird künftig ausgeschrieben

Grundschülerinnen an PCs

Digitales Schulprojekt wird künftig ausgeschrieben

  • Wettbewerbliches Vergabeverfahren nach Ende des Vertrages
  • "Mobile Digitalwerkstatt" für Schüler und Lehrer
  • Opposition lobt Entschluss der Ministerin

Nach heftiger Kritik an der Vergabepraxis eines Digitalprojektes an Grundschulen will Landesschulministerin Yvonne Gebauer das Projekt künftig öffentlich ausschreiben. Darüber informierte Gebauer am Freitag (12.07.2019) die Fraktionen im Landtag.

Auftragsvergabe mit Geschmäckle? Westpol 07.07.2019 UT DGS Verfügbar bis 07.07.2020 WDR

Opposition kritisiert Vergabe-Praxis

Die Opposition im Landtag hatte der FDP-Ministerin vorgeworfen, dass sie den 650.000 Euro-Auftrag für die "Mobile Digitalwerkstatt" ohne Ausschreibung an eine Firma einer FDP-nahen Unternehmerin vergeben hatte.

Der Vertrag laufe im Oktober wie vorgesehen nach einem Jahr Laufzeit aus, teilte Gebauer mit. Für den Fall der Fortsetzung sei "beabsichtigt, ein wettbewerbliches Vergabeverfahren (öffentliche Ausschreibung) zu wählen". Ziel sei, das Projekt weiter anbieten zu können.

Grünen-Bildungspolitikerin Sigrid Beer sagte, es sei gut, dass Gebauer "die Reißleine" gezogen habe.

Vermittlung digitaler Grundbildung

Die "mobile Digitalwerkstatt" bringt seit vergangenem November für jeweils eine Woche einen mit modernster Technik und pädagogischen Medienexperten ausgestatteten Bus auf die Grundschulhöfe, um Schülern, Lehrern und Eltern digitale Grundbildung zu vermitteln.

Stand: 12.07.2019, 12:38