CDU-Vorsitz: Basis im Sauerland nominiert Merz

CDU-Vorsitz: Basis im Sauerland nominiert Merz

Von Heinrich Krischer

  • Friedrich Merz auf Wahlkampftour im Sauerland
  • Ex-Unionsfraktionschef von Heimatverband nominiert
  • Merz: Keine "Abrechnung" mit Merkel

Bei der Delegiertenversammlung der CDU im Hochsauerlandkreis ist Friedrich Merz am Samstag (10.11.2018) einstimmig als Kandidat für den CDU-Vorsitz nominiert worden. Der Ex-Unionsfraktionschef traf auf seiner Wahlkampftour für den CDU-Bundesvorsitz erstmals auf die Parteibasis. Der Kreisverband Fulda hatte Merz bereits am Mittwoch als Kandidaten vorgeschlagen.

Merz: Kein "Anti-Merkel"

 Friedrich Merz umringt von Journalisten

Großes Interesse an Friedrich Merz

Als Gastredner beim Kreisparteitag der Hochsauerland-CDU wies Merz den Vorwurf zurück, dass er ein "Anti-Merkel" sei oder eine "Abrechnung" mit Merkel wolle. Er hatte 2002 den Unionsfraktionsvorsitz an Merkel abgeben müssen.


Merz warb für Aufbruch und Erneuerung in der CDU. Das sei nötig, um zumindest die Hälfte der Wähler zurückzuholen, die Richtung AfD oder Grüne abgewandert seien.

Kritik an CSU

Friedrich Merz im Hochsauerland

Friedrich Merz im Hochsauerland

Heftige Kritik übte Merz am Verhalten der CSU in den vergangenen Monaten. Da habe er Anstand vermisst. Gleichwohl sei die Fraktionsgemeinschaft mit der bayerischen Schwesterpartei ideal, weil dadurch breitere Wählerschichten angesprochen würden.

Die Wahl des oder der neuen CDU-Vorsitzenden beim Bundesparteitag am 7. Dezember in Hamburg werde "eine tiefe Zäsur in der Geschichte unserer Partei" sein. Daraus müsse der oder die neue Vorsitzende eine Chance machen. Merz sprach sich zugleich dafür aus, über eine Begrenzung der Amtszeiten von Kanzler und Ministerpräsidenten in Deutschland nachzudenken. Die Delegierten quittierten die Rede mit minutenlangem Applaus.

Stand: 10.11.2018, 13:32