Künstliche Befruchtung: NRW macht Weg frei für staatliche Hilfe

  • Land beteiligt sich an Fördermitteln für künstliche Befruchtung
  • Bundesmittel an Landesmittel gekoppelt
  • Hohe finanzielle Belastung für Betroffene

Unerfüllter Kinderwunsch, für viele Paare eine schwere Belastungsprobe - auch finanziell. In NRW hat der Landtag den Weg frei gemacht, damit Betroffene besseren Zugang zu Fördermitteln des Bundes zur Unterstützung reproduktionsmedizinischer Eingriffe erhalten.

Auf Antrag der schwarz-gelben Koalition sprach sich eine Mehrheit dafür aus, Fördermittel für Betroffene bereitzustellen.

"Unerfüllter Kinderwunsch eine enorme Belastung"

"Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine enorme Belastung und medizinische Unterstützung kostspielig. Ab kommendem Jahr beteiligt sich das Land erstmals anteilig an den Fördermitteln des Bundes", sagte Marcel Hafke, familienpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion.

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Bisher keine Förderung in NRW

Denn, so die bisherige Praxis, die Auszahlung der vom Bund für das Programm bereitgestellten Mittel ist dabei an eine Beteiligung der Länder gekoppelt.

Der Bund stellt immer nur dann Finanzmittel zur Verfügung, wenn sich ein Bundesland mit einem Anteil in mindestens derselben Höhe finanziell engagiert. Bislang beteiligte sich NRW nicht an den Kosten.

Hohe Behandlungskosten

Für viele bedeutet der Eigenanteil an einer möglichen Behandlung eine erhebliche finanzielle Belastung. Die Kosten beispielsweise für eine In-vitro-Fertilisation (IVF) liegen bei etwa 3.000 Euro pro Zyklus, eine vorherige Hormontherapie schlägt nochmals mit rund 1.500 Euro zu Buche.

Kommentare zum Thema

  • J.T 14.12.2018, 12:43 Uhr

    Eine super Entscheidung!

  • lostworld 14.12.2018, 09:43 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er er doppelt gepostet wurde.

  • lostworld 14.12.2018, 09:39 Uhr

    Öh, ich fürchte, das ist tatsächlich kein dummer Scherz. Ich soll mit meinen Steuern diese dumme, selbstzerstörerische Gesellschaft zur weiteren überflüssigen Vermehrung verhelfen?!? Wie passt das denn mit den Themen "mangelnde Ressourcen", "Überbevölkerung", Vernichtung von überflüssigen befruchteten Embryonen bei der künstlichen Befruchtung zusammen? Abtreibungsgesetze sind ja dann wohl der Hohn. Diese Kosten sollten besser für die Bildung der bereits auf natürliche Weise geborenen Kinder verwendet werden. Unglaublich heutzutage !!! und, bitte, liebe Moderatoren, nicht wieder zensieren.