Bereits rund 1.800 Anträge auf Fluthilfe gestellt

Herabgestürzte Teile eingestürzter Häuser  begraben in Blessem ein schwarzes Auto unter sich.

Bereits rund 1.800 Anträge auf Fluthilfe gestellt

Flutopfer können seit einer Woche Anträge auf Unterstützungsgelder stellen. Das Interesse ist groß, wie ein Zwischenstand der Landesregierung zeigt.

Rund 1.800 betroffene Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft haben in der ersten Woche einen Antrag auf Förderung gestellt. Dies teilte NRW-Kommunal- und Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Freitag in Düsseldorf mit.

"Zusätzlich wurden rund 3.500 Anträge von Betroffenen im Förder-Portal angelegt. Insgesamt haben sich rund 10.000 Betroffene im System registriert", sagte Scharrenbach. Seit dem vergangenen Freitag können in Nordrhein-Westfalen Betroffene der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe aus Juli 2021 einen Antrag auf Wiederaufbauhilfe stellen.

Die wichtigsten Informationen zur Antragsstellung finden Sie hier:

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Katastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet. Bislang wurden insgesamt rund 190 Tote gezählt. Nach ersten Schätzungen entstanden allein in NRW Schäden von mehr als 13 Milliarden Euro.

Über 12 Milliarden sollen nach NRW fließen

Nach NRW sollen bis zu 12,3 Milliarden Euro der insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro Hilfen aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern fließen. 16 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds sollen noch in diesem Jahr fließen. Zwei Milliarden Euro für die Wiederherstellung der Bundes-Infrastruktur wie Autobahnen und Brücken trägt der Bund allein. Die restlichen 28 Milliarden werden hälftig zwischen Ländern und Bund geteilt.

Mietwohnungen in den Flutgebieten

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 23.09.2021 10:50 Min. Verfügbar bis 23.09.2022 WDR 5


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Dabei müssen die Länder ihren Anteil aber nicht sofort zahlen. Erst einmal streckt der Bund das Geld vor, die Länder stottern ihre Hälfte dann über einen Zeitraum von 30 Jahren beim Bund ab.

Stand: 24.09.2021, 12:58