Weniger Flüchtlinge: Land schließt Einrichtungen

Wohnsitzauflage für Flüchtlinge in NRW - Blick in eine Flüchtlingsunterkunft, Stockbetten, Enge

Weniger Flüchtlinge: Land schließt Einrichtungen

Von Sabine Tenta

Seit Jahren nimmt die Zahl der Flüchtlinge, die nach NRW kommen, ab. Darum hat das Integrationsministerium nun beschlossen, acht Landeseinrichtungen zu schließen.

Das Land NRW reduziert die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen von 25.000 Plätzen auf 20.000. Der Grund sind die rückläufigen Flüchtlingszahlen. Acht Einrichtungen werden deshalb geschlossen. Das teilte das zuständige Integrationsministerium am Mittwoch (16.10.2019) in Düsseldorf mit.

Sinkende Flüchtlingszahlen

Im gesamten Jahr 2015 kamen 231.878 Flüchtlinge nach NRW, 2018 waren es nur noch 30.203 und von Januar bis September 2019 nach Auskunft des Ministeriums 19.346.

Die Landes-Kapazitäten wurden im ersten Halbjahr 2019 laut aktuellem Bericht des Ministeriums zu weniger als 50 Prozent belegt. Flüchtlinge mit Bleibeperspektive werden in kommunalen Unterkünften untergebracht.

Diese Einrichtungen werden geschlossen

In Absprache mit den Bezirksregierungen hat das Ministerium beschlossen, folgende Unterkünfte zu schließen. Sie werden aktuell aktiv betrieben oder sind im Stand-by-Betrieb.

  • Rüthen,
  • Bochum (Stand-By),
  • Bad Laasphe (Stand-By)
  • Oerlinghausen
  • Niederkrüchten
  • Wuppertal IV
  • Kall
  • Bottrop (Stand-By)

Die Auswahl der zu schließenden Standorte richte sich nach Wirtschaftlichkeit, Mietvertragslaufzeiten, besondere Einrichtungszwecke und die Unterbringungsqualität, so das Ministerium.

Stand: 16.10.2019, 12:02