Neues Online-Fahndungsportal der NRW-Polizei

Herbert Reul stellt Fahndungsportal vor Aktuelle Stunde 12.11.2018 02:01 Min. Verfügbar bis 12.11.2019 WDR Von Michael Hoverath

Neues Online-Fahndungsportal der NRW-Polizei

  • Neues Fahndungs-Portal der NRW-Polizei vorgestellt
  • Internetseite bündelt Öffentlichkeitsfahndungen
  • Innenminister Reul sieht Verbesserungsbedarf

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat am Montag (12.11.2018) in Düsseldorf das neue, landesweite Fahndungsportal der nordrhein-westfälischen Polizei vorgestellt. Das Portal bündelt die Öffentlichkeitsfahndungen, die bislang auf den jeweiligen Internetseiten der Kreispolizeibehörden veröffentlicht wurden.

Das Internet-Portal soll die Mithilfe der Bevölkerung an der Aufklärungsarbeit der Polizei verbessern. Auf der Internetseite der Landespolizei können Bürger künftig Fotos, Videos und Audiodateien von Vermissten, unbekannten Toten oder Verdächtigen anschauen und anhören und sich, wenn sie Hinweise haben, an die Polizei wenden. Mehr Personal wird für das Online-Projekt nicht eingestellt.

Richter muss Foto-Fahndung genehmigen

12.11.2018, Düsseldorf: Herbert Reul, Innenminister in Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz zu einer neuen Webseite zur öffentlichkeitsfahndung in Nordrhein-Westfalen.

Innenminister Reul

Innenminister Reul bekannte sich dazu, dass Öffentlichkeitsfahndungen mit Fotos von Tatverdächtigen auch künftig nur mit richterlicher Genehmigung erfolgen dürfen. Er wünschte sich, dass das manchmal schneller geschehe - etwa bei Gewaltdelikten. Bei der Fahndung sieht der CDU-Politiker insgesamt noch "Luft nach oben". An weiteren Verbesserungen werde gearbeitet, so Reul, nannte aber keine Details.

Das NRW-Fahndungsportal sollte eigentlich schon vor mehreren Jahren online gehen. Dies war nach Polizeiangaben aber an einer IT-Sicherheitslücke gescheitert.

Stand: 12.11.2018, 15:39