Landesregierung: Kohle-Langzeitkosten sind gedeckt

Schlägel und Eisen leuchten vor dem Förderturm der Zeche Prosper-Haniel

Landesregierung: Kohle-Langzeitkosten sind gedeckt

  • Ewigkeitskosten in der Diskussion
  • Pinkwart: Genug Geld vorhanden
  • Finanzielle Risiken minimiert

Die RAG-Stiftung ist aus Sicht der NRW-Landesregierung für die langfristige Finanzierung der Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus gerüstet. Die 2007 gegründete Stiftung sei "ausreichend kapitalisiert", antwortete NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in einer jetzt vom Düsseldorfer Landtag veröffentlichten Antwort auf eine Grünen-Anfrage.

Zweifel an Kapitalhöhe

Die Abgeordnete Wibke Brems hatte die hohe Abhängigkeit der Stiftung von der Dividendenausschüttung der Evonik Industries AG hinterfragt. Schließlich müsse das Land die Ewigkeitslasten tragen, falls das Stiftungskapital nicht ausreiche, argumentierte die Grüne. Die Stiftung habe selbst einen jährlichen Finanzbedarf von etwa 220 Millionen Euro kalkuliert - zum Beispiel für die Kontrolle des Grubenwassers.

Weniger Abhängigkeit von Evonik

Die RAG-Stiftung kenne das Risiko und sei bei der breiteren Streuung ihrer Kapitalanlagen "deutlich vorangekommen", antwortete Pinkwart. Im vergangenen Jahr habe sie ihre Evonik-Anteile schon von 68 auf 64 Prozent reduziert. Auch künftig bleibe diese Dividende mit rund 364 Millionen Euro aber ein wichtiger jährlicher Ertragsbaustein, räumte er ein.

Das Stiftungsvermögen hatte Ende 2017 bei rund 17,3 Milliarden Euro gelegen.

Lasten für die Ewigkeit Westpol 09.09.2018 UT DGS Verfügbar bis 09.09.2019 WDR

Stand: 16.02.2019, 15:11