Elternschaft: Zu wenig Fachwissen im neuen G9-Lehrplan

Symbolbild: Tafel mit der Aufschrift "G8 - G9"

Elternschaft: Zu wenig Fachwissen im neuen G9-Lehrplan

  • Kritik an Lehrplanentwürfen für G9
  • Elternverein fordert Nachbesserungen
  • Ministerium soll sich mit Praktikern austauschen

Zu wenig Fachwissen und Stoff von anno dazumal kritisiert die Elternschaft der Gymnasien an den Lehrplanentwürfen für den neuen neunjährigen Gymnasialgang (G9) in NRW. Nachbesserungsbedarf reklamierte der Elternverein am Freitag (05.04.2019) vor allem in Latein, Deutsch, Wirtschaft/Politik, Kunst und Naturwissenschaften.

"Der G8-Streit muss eine Lehre sein!"

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 04.04.2019 02:51 Min. Verfügbar bis 03.04.2020 WDR 5 Von Leo Flamm

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Bei Wirtschaft und Politik sei im vorgelegten Kernlehrplan des Schulministeriums "eine sehr einseitige Ausrichtung auf Unternehmertum und Verbraucherbildung" festzustellen, kritisierte die Vorsitzende des Elternvereins, Jutta Löchner, in Düsseldorf.

Erst im November hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigt, ab dem kommenden Schuljahr ein eigenes Fach Wirtschaft einzuführen. Auch die Landesschülervertretung und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatten dagegen protestiert.

Chemie, so die Kritik der Elternschaft, sei "in der Fachlichkeit des 20. Jahrhunderts verhaftet geblieben". Informatik werde laut Plan kein Pflichtfach.

Umstieg auf G9 beginnt zum kommenden Schuljahr

Der landesweite Umstieg auf G9 beginnt zum kommenden Schuljahr mit den Jahrgängen 5 und 6. Es sei verständlich, dass die Grundinhalte der Fächer für diese Stufen in Kürze stehen müssten, sagte Löchner. Gerade deshalb sollte das Schulministerium jetzt zügig den Austausch mit Praktikern und Wissenschaftlern suchen, um nachzujustieren. Die Kernlehrpläne für die übrigen Stufen müssten in Ruhe erarbeitet werden.

Stand: 05.04.2019, 16:00