Dürre in NRW: 637 Bauern beantragen Hilfsgelder

Das Bild zeigt eine vertrocknete Maispflanze.

Dürre in NRW: 637 Bauern beantragen Hilfsgelder

  • 637 Anträge auf Hilfsgelder wegen Dürreschäden
  • Bauern fordern insgesamt 15,5 Millionen Euro
  • Erste Gelder sollen in den nächsten Monaten fließen

Nordrhein-Westfalens Landwirte haben 637 Anträge zum Ausgleich von Dürreschäden gestellt. Insgesamt fordern sie von der Landwirtschaftskammer rund 15,5 Millionen Euro. Das teilte das Umweltministerium am Dienstag (15.01.2019) mit.

Landwirte hatten erhebliche Ernteausfälle

Die langanhaltende Trockenheit im vergangenen Jahr, verbunden mit den erheblichen Ernteausfällen, wurde als "außergewöhnliches Witterungsereignis von nationalem Ausmaß" eingestuft, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. In ihrer Existenz gefährdete Landwirtschaftsbetriebe konnten daher bei den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer Anträge auf finanzielle Unterstützung einreichen.

Die meisten Anträge kamen aus dem Kreis Kleve

Laut Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser "können erste Zahlungen voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2019 erfolgen". Die meisten Anträge gingen bei der Kreisstelle Kleve (134) ein.

Rund 22.000 Euro für Existenzsicherung

Ein Milchbauer aus dem Rhein-Sieg-Kreis kann laut WDR-Recherche beispielsweise knapp 22.000 Euro dafür erhalten, dass es im Jahr 2018 nicht genügend Gras als Futter für seine Kühe gab. Diese Summe gleicht zwar nicht die Schäden aus, dient dem Bauern aber zumindest als Existenzsicherung.

Wetterbilanz 2018 Aktuelle Stunde 28.12.2018 02:16 Min. Verfügbar bis 28.12.2019 WDR Von Susanna Zdrzalek

Stand: 15.01.2019, 11:55