Zahl der Drogentoten in NRW minimal gesunken

Utensilien zum Heroin-Konsum.

Zahl der Drogentoten in NRW minimal gesunken

  • 203 Drogentote in NRW in 2017
  • Ein Opfer weniger als im Jahr zuvor
  • Häufigste Todesursache: Opioide

Genau einen Todesfall weniger durch Drogenkonsum gab es in NRW im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr zuvor. Das zeigt die am Dienstag (15.05.2018) veröffentlichte Bilanz des Bundesministeriums für Gesundheit. Die Zahl sank von 204 auf 203, das entspricht etwa einem Todesfall pro 100.000 Einwohner.

Die meisten Drogentoten in Köln

Die meisten Drogentoten in NRW gab es 2017 in Köln (50/plus 9), dahinter folgen Essen (17/gleichbleibend ), Dortmund (6/plus 2) und Düsseldorf (3/minus 4). Die jährlichen Schwankungen erklärt eine Ministeriumssprecherin mit stetigen Veränderungen des Grundangebots, der Altersstruktur der Abhängigen und der Verfügbarkeit der Drogen.

Bundesweit 1.272 Drogentote

Deutschlandweit ist die Zahl der Drogentoten erstmals seit 2012 wieder leicht gesunken, von 1.333 in 2016 auf 1.272 in 2017. Das entspricht einem Rückgang von fast fünf Prozent, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, in Berlin mitteilte.

In NRW waren die Zahlen zwischen 2008 und 2015 Jahr für Jahr leicht rückläufig gewesen, sanken von 380 auf 182, bevor sie 2016 wieder anstiegen.

Opioide häufigste Todesursache

Häufigste Todesursache mit 707 Fällen bundesweit waren weiterhin Vergiftungen durch Opioide wie Heroin und Morphin. Bei Kokain und Crack gab es entgegen des Trends eine Zunahme auf insgesamt 87 Tote. Rund 85 Prozent der Konsumenten waren Männer, insgesamt stieg das Durchschnittsalter von 38 auf 39 Jahre.

Stand: 15.05.2018, 17:51