Eifel bei Monschau: Drittes Wolfsgebiet für NRW

Streithema Wolf Tiere suchen ein Zuhause 14.04.2019 06:58 Min. UT Verfügbar bis 14.04.2020 WDR

Eifel bei Monschau: Drittes Wolfsgebiet für NRW

Von Stefan Lauscher

  • Eifelgebiet rund um Monschau wird Wolfsgebiet
  • Wolf ist in der Region heimisch
  • Drittes Wolfsgebiet für Nordrhein-Westfalen

Die Eifel rund um Monschau ist ab Mittwoch (03.07.2019) offiziell Wolfsgebiet. Nach Informationen des WDR hat das NRW-Umweltministerium einen entsprechenden Erlass herausgegeben. Die Eifel ist damit die dritte Region in Nordrhein-Westfalen, in der ein Wolf sesshaft geworden ist.

Das neue Wolfsgebiet „Eifel/Hohes Venn“ ist 505 Quadratkilometer groß. Geografischer Mittelpunkt ist Monschau, mit im Gebiet liegen Hellenthal, Schleiden, Simmerath und Roetgen.

Wölfe in NRW - (K)ein Grund zur Panik?

WDR RheinBlick 05.04.2019 26:24 Min. Verfügbar bis 05.04.2020 WDR Online

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Konkret hat die offizielle Bezeichnung Folgen für die Region. Hier können Schafszüchter und Hobby-Tierhalter ab sofort Präventionsmaßnahmen wie Elektrozäune oder die Anschaffung von Herdenschutzhunden zu 100 Prozent vom Land finanziert bekommen. Für eine zusätzliche Pufferzone gilt das mit Einschränkungen.

Bisher zwei Gebiete

Nach Erkenntnissen des Landes-Umweltamtes ist ein einzelner, männlicher Wolf in dem Gebiet um Monschau ortstreu geworden. Anfang 2018 war der gleiche Wolf schon mal im Kreis Kleve aufgetaucht. Woher der Wolf stammt, ist unbekannt. Bisher gibt es bereits zwei Wolfsgebiete in NRW: Rund um Schermbeck im Kreis Wesel und in der Senne.

Stand: 02.07.2019, 23:00

Kommentare zum Thema

17 Kommentare

  • 17 Ein Naturfreund 04.07.2019, 08:22 Uhr

    Ich kann es nicht mehr hören, die armen Bauern mit den Milliarden Subventionen vom Bund oder jetzt die armen Weidetierhalter... Aber das Denken des Menschen ist beschränkt... Nein, nicht der Wolf ist in den Lebensraum des Menschen geraten, sondern wir Menschen haben uns vor Jahrhunderten an dem Lebensraum des Wolfes bedient... Und jetzt bekommen wir die Quittung.... Und gerissene Schafe, das ist die Natur.... Wir, als Menschen müssen uns anpassen, nicht der Wolf. Wie kann man den so arrogant sein und denken das der Wolf weg muss.... Hochmut kommt vor dem Fall...

  • 16 Annegret Sproesser 03.07.2019, 22:25 Uhr

    Warum können die Menschen die Wölfe nicht einfach als Wert an sich, also als Bereicherung der heimischen Fauna sehen, ohne ihnen einen Heiligenschein oder einen gespaltenen Huf zu verpassen? Den ökologischen Nutzen konnte bislang noch keiner belegen. Den Schaden, den Wölfe verursachen dagegen wohl. Zum Einen, den pekuniären, zum anderen den gesellschaftlichen, durch Aufgabe der Weidetierhaltung infolge Wolfsübergriffen. Ca. 85% der Landschaftspflege werden von Weidetieren geleistet. Werden diese aufgegeben, werden die Weiden erst zu Gestrüpp, dann zu Wald und gehen als Habitat verloren, für wirklich aussterbende Arten. Dies ist der bei Weitem größte Schaden, den Wölfe in Deutschland anrichten. Der wäre so einfach zu verhindern, wenn der Wolfsbestand auf niedrigem Niveau gehalten würde Der genetisch definierten Gesamtpopulation zu der die Wölfe in Deutschland gehören, würde das keinen Schaden zufügen. Es würden lediglich weniger Leute und Organisationen an den Wölfen verdienen.

  • 15 besorgter Weidetierhalter 03.07.2019, 22:03 Uhr

    Zu Wölfe Nähe Monschau und generell: Vorschlag, dass die politischen Wolfsfreunde und alle anderen Freunde doch gerne einzeln Nachtwanderungen durch das Hohe Venn Venn vornehmen mögen, um das sicherlich unvergessen schöne Gefühl einer Wolfsnähe oder gar Sichtung verspüren zu können. Spätestens wenn der erste Dackel oder Schlimmeres verletzt wurde wird man sich in die Lage von Schafhaltern versetzen können, die morgens früh Schafe u. Lämmer finden, bei denen die Bäuche aufgerissen wurden. Vielleicht sollten die wenigen Weidetierhalter die es noch gibt, nun auch all ihre Tiere aufstallen. Verwunderlich, dass der Tierschutzbund ist auch, das der Tierschutzbund sich nicht äußert?! Tierwohl ist doch wichtig oder spielt dies beim Wolf und den gerissenen Tieren keine Rolle, weil es ja keinen 100% sicheren Schutz gibt. Vielleicht doch alle Tiere aufstallen. Ob die Jogger und Familien mit Kleinkindern noch bedenkenlos durch das Hohe Venn wandern können oder sollten, hm.

  • 14 Rebecka Flöck-Stoll 03.07.2019, 20:33 Uhr

    Willkommen Wolf in der Eifel ? Ich hoffe ihr werdet dort in Ruhe und Frieden leben können, es ist ein Geschenk Euch hier zu wissen ..passt gut auf Euch auf, schützende Hände sollen immer über euch wachen , wunderschön...

  • 13 Lydia Reitz 03.07.2019, 18:42 Uhr

    Endlich ja! Mal gespannt wann ich den ersten sehe. ??. Aber aus sicherer Entfernung ?? Hoffe auf mehr Befürworter wie Gegner und laufe trotzdem oder gerade jetzt mit meinem Hund durch den Wald. Es hat alles gute und schlechte Seiten. Angst habe ich nicht nur Respekt vor den Tieren. Passieren kann schließlich mehr auf der Straße und trotzdem gehen wir dauernd raus. Lg Lydia

  • 12 Lydia Reitz 03.07.2019, 18:42 Uhr

    Endlich ja! Mal gespannt wann ich den ersten sehe. ??. Aber aus sicherer Entfernung ?? Hoffe auf mehr Befürworter wie Gegner und laufe trotzdem oder gerade jetzt mit meinem Hund durch den Wald. Es hat alles gute und schlechte Seiten. Angst habe ich nicht nur Respekt vor den Tieren. Passieren kann schließlich mehr auf der Straße und trotzdem gehen wir dauernd raus. Lg Lydia

  • 11 Titom (41J.) 03.07.2019, 18:27 Uhr

    Der Wolf gehört definitiv zurück in den "National-Park Eifel". Unsere Vorfahren haben das Tier in Deutschland ausgerottet. Zur Gefahr wird er beim spazieren oder wandern ebenfalls nicht. Es sind immer noch Wildtiere und dem Menschen gegenüber, scheu. Falls man doch auf einen treffen sollte, mit einem Ast bewaffnen und Lärm machen. Das verscheucht sie. Ich bin ein Befürworter aller, bisher "ausgerotteten" Wildtiere. Beispiele die im National-Park wieder ansässig geworden sind: Dachs, Biber und der Luchs. Der Biber verursacht Überschwemmungen, so dass sich größere Auen bilden. Dort kommen dann wieder neue, alte Tierarten zurück. Jedes Wildtier ist also nützlich für die Natur. P.S.: Ich lebe in dieser Region, dies ist meine Heimat. Ich bin froh, dass sie endlich wieder zurück gefunden haben.

  • 10 Margaree Joe 03.07.2019, 16:38 Uhr

    Der Meinung v. Rumpelstilzchen schließe ich mich an. Wölfe gehören in die Eifel! Wenn doch Hütehunde und Zäune kostenlos abrufbar sind sollte man sich vielleicht darum kümmern und das Angebot annehmen. Wer war denn zuerst in der Eifel? Schäfer oder Wolf. Finger weg vom Abzug! Es geht auch mit einander.

  • 9 Anonym 03.07.2019, 16:24 Uhr

    Wölfe gehören in aller Form geschützt. Back to the Roots !!

  • 8 Leo Roder 03.07.2019, 15:31 Uhr

    Es gibt sehr viele Wanderer die vor dieser Situation Angst haben. Ich gehöre dazu. Meine Wanderziele werde ich wohl nicht mehr um Monschau suchen.

  • 7 Wanderer 03.07.2019, 14:08 Uhr

    Darf ich mich verteidigen, wenn mich der Wolf angreifen sollte?