Landesregierung diskutiert über neue Digitalstrategie

Bauarbeiter mit Tablet auf einer Baustelle

Landesregierung diskutiert über neue Digitalstrategie

  • 500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft
  • Bürger konnten online mitmachen
  • SPD sieht falsche Schwerpunkte gesetzt

Wie Schulen, Straßen oder Rathäuser in NRW auf den Weg in eine digitale Zukunft gebracht werden können, haben am Freitag (26.10.2018) 500 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutiert. Das Wirtschaftsministerium hatte eingeladen, um eine neue Strategie zur Digitalisierung in NRW zu entwerfen. In elf verschiedenen Themenfeldern ging es etwa darum, wie Bürger mehr Behördengänge online erledigen können.

Bürger online beteiligt

Im Vorfeld der Konferenz hatte das Wirtschaftsministerium Bürger in einem Online-Forum zur Mitarbeit eingeladen. Nach eigenen Angaben sei dies bislang einmalig beim Entwickeln einer Digitalstrategie. Mehr als 1.400 Wertungen wurden abgegeben, 32 ausführliche Stellungnahmen eingereicht. Diese wurden auf der Konferenz ebenso diskutiert. "Statt fertige Ideen zu verkünden, haben wir einen ernsthaften Dialog mit Bürgern und Experten in Gang gesetzt", sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart zur Konferenz und Online-Befragung.

Die Ergebnisse der Digitalkonferenz sollen in den kommenden Wochen ausgewertet und mit weiteren Experten besprochen werden. Bis Anfang 2019 soll dann aus den Ergebnissen eine neue Digitalstrategie entwickelt sein.

SPD: Ängste vor Digitalisierung ernst nehmen

Kritik an der Konferenz kam von der SPD. So seien bekannte Fakten, Absichtserklärungen und längst bestehende Ziele miteinander vermischt worden erklärte die Sprecherin für Digitalisierung, Christina Kampmann. Wichtiger sei es, die Ängste der Bürger vor den Veränderungen ernst zu nehmen.

Stand: 26.10.2018, 18:00