Bis 2025 soll Verwaltung in NRW papierlos sein

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart äußert sich vor Pressevertretern

Bis 2025 soll Verwaltung in NRW papierlos sein

Von Christian Wolf

  • Verwaltung des Landes soll bis 2025 digitalisiert werden
  • Digitalminister Andreas Pinkwart hat seine Pläne vorgestellt
  • Kosten von Hunderten Millionen Euro

Die Verwaltung in NRW soll nach den Vorstellungen der Landesregierung in den kommenden Jahren zügig digitalisiert werden. Das hat Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag (20.12.2018) angekündigt. Zu diesem Zweck habe das Kabinett in dieser Woche eine "E-Government-Strategie" verabschiedet.

Hunderte Millionen Euro für Digitalisierung

Ziel sei es, dass die Verwaltung ihre Angebote online anbiete und sämtliche internen Vorgänge digital erfolgten. Das soll bis 2025 passieren. Pinkwart will 700 Millionen Euro, die eigentlich bis 2031 für diesen Bereich geplant sind, schon früher ausgeben.

Als konkretes Beispiel nannte er, dass bei einer Gewerbeanmeldung nur noch ein Formular online ausgefüllt wird, und die Daten digital an alle Stellen weitergegeben werden. Ähnliche Vorteile gebe es bei einem Umzug.

Elektronische Akte statt Papier

Ein Mann sitzt vor einem Aktenstapel in einem Büro

Die Praxis, dass im Internet ausgefüllte Formulare in den Behörden ausgedruckt und dann so weiterverarbeitet werden, soll es nicht mehr geben. Elektronische Akten sollen Standard werden und es soll mehr Möglichkeiten für Homeoffice geben.

Digitalministerium fängt 2019 an

Pinkwart stellte in Aussicht, dass alle Ministerien die gleiche Hardware- und Softwareausstattung bekommen. In seinem eigenem Haus soll schon bis Ende 2019 papierlos gearbeitet werden. "NRW ist mit seinen Behörden spät gestartet. Jetzt aber nimmt das Land richtig Fahrt auf und wir setzen uns ehrgeizige Ziele, um in Deutschland Schrittmacher zu sein", sagte er.

Minister Pinkwart: "Mehr online erledigen"

WDR 5 Westblick - Interview 11.09.2018 10:29 Min. WDR 5

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Stand: 20.12.2018, 13:11