NRW erweitert Projekt für digitale Behördengänge

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP).

NRW erweitert Projekt für digitale Behördengänge

  • Aachen, Soest, Wuppertal und Gelsenkirchen nun dabei
  • Ziel: digitale Bürger- und Gewerbeämter
  • Landesregierung fördert mit 91 Millionen Euro

Die Umstellung auf eine digitale Stadtverwaltung will die Landesregierung in vier weiteren Regierungsbezirken vorantreiben. Die Städteregion Aachen sowie Teile der Regierungsbezirke Arnsberg (Soest, Lippstadt, Iserlohn), Düsseldorf (Wuppertal, Remscheid, Solingen) und Münster (Gelsenkirchen, Emscher-Lippe-Region) sollen Behördengänge und interne Abläufe in den Rathäusern digitalisieren.

Das kündigte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag (12.01.2018) an. Im letzten Jahr war das Projekt im Regierungsbezirk Detmold (u.a. in Paderborn und Bielefeld) gestartet.

Digitales Bürger- und Gewerbeamt

Ziel sei u.a. die Einrichtung eines digitalen Bürger- und Gewerbeamts bis zum Jahr 2020. Die Landesregierung fördert die Kommunen mit 91 Millionen Euro, die private Wirtschaft soll das Projekt mit Mitteln in gleicher Höhe kofinanzieren. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität Siegen.

Ausweis per Smartphone beantragen

"Rund um die Uhr sollen künftig Dienstleistungen vom Sofa aus online abgewickelt werden können", sagte Pinkwart. Die Beantragung eines Personalausweises etwa könnte künftig mit dem Smartphone von zuhause aus erledigt werden.

Drei NRW-Teilnehmer bei E-Government

Ähnlich den Modellkommunen in NRW hat die Bundesregierung bereits im Jahr 2014 ein Digitalisierungsprojekt für Städte und Gemeinden ins Leben gerufen. Bundesweit gibt es acht Modellkommunen für sogenanntes E-Government. In NRW nehmen daran Ibbenbüren, Düren und Gütersloh teil.

Stand: 12.01.2018, 14:55