Wie voll sind die Wahlkampf-Kassen der SPD?

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Wie voll sind die Wahlkampf-Kassen der SPD?

  • SPD-Bundesschatzmeister Nietan im WDR-Interview
  • Verluste bei der Wahl bedeuten weniger staatliche Zuwendungen
  • Jährliche Mindereinnahmen von 2,4 Millionen Euro

Das schwache Ergebnis der SPD bei den letzten Bundestagswahlen ist für die Partei mit erheblichen Mindereinnahmen verbunden. Denn das Wahlergebnis und die von der Partei selbst eingeworbenen Mittel bestimmen die staatlichen Zuwendungen.

Dietmar Nietan ist Bundestagsmitglied aus Düren und Bundesschatzmeister der SPD. Er schätzte am Donnerstag (07.12.2017) im Interview mit dem WDR, dass seine Partei rund 2,4 Millionen Euro weniger im Jahr erhalte. "Das tut schon sehr weh", so Nietan.

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Keine Angst vor einer Neuwahl

Geld für einen weiteren Wahlkampf sei im Falle von Neuwahlen da. "Aber als Schatzmeister würde ich das Geld lieber in die Erneuerung der SPD, in Digitalisierung und in moderne Politikformen stecken als in einen neuen Wahlkampf."

Nietan betonte zugleich, dass sich die SPD "aus Angst vor einer Neuwahl" nicht in eine Große Koalition retten würde. Er sehe "keinen Automatismus", dass es zu einer Groko komme. Er sei sich nicht sicher, ob die CDU-Vorsitzende Angela Merkel überhaupt Spielräume für eine neue Politik habe.

Stand: 07.12.2017, 15:14