Diskussion um Erstattung der Kita-Beiträge geht weiter

Diskussion um Erstattung der Kita-Beiträge geht weiter

Von Peter Hild

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) will für Mai und Juni die Kita-Beiträge erstatten lassen. Kommunen und Eltern könnte das zu wenig sein.

Symbolbild: Kinder spielen in einer Kindertagesstätte (Kita)

Kinder spielen in einer Kindertagesstätte (Kita)

Stamp sagte dem WDR am Dienstag, die Landesregierung habe den Kommunen angeboten, sich zur Hälfte an der Erstattung der Kita-Beiträge für die kommenden beiden Monate zu beteiligen. Das sei ein sehr faires Angebot, so Stamp, mit dem man sich an Regelungen in anderen großen Bundesländern wie etwa Bayern orientiere.

Die kommunalen Spitzenverbände in NRW betonen dagegen, dass eine pauschale Erstattung von zwei Monaten bis zum Ende des Kita-Jahres nicht ausreiche. Bisher haben Land und Kommunen lediglich die Kitabeiträge für Januar erstattet.

Kommunale Spitzenverbände reicht pauschale Erstattung nicht

Joachim Stamp

Horst-Heinrich Gerbrand vom Städte- und Gemeindebund befürchtet, dass viele Kommunen weitere Erstattungen nicht allein stemmen könnten und - als Domino-Effekt - deswegen dann viele Eltern ihre Kinder trotz Notbetrieb in die Kitas schicken. Die Kitas in NRW laufen bereits seit Jahresbeginn nur mit einer um zehn Stunden reduzierten Betreuungszeit.

Landeselternbeirat: Eltern wollen solidarisch sein

Der Landeselternbeirat NRW zeigte sich zunächst erleichtert, dass das Thema Kita-Beiträge nun endlich angegangen werde. Zwei Monate Erstattung dürften zu wenig sein, sollten die meisten Kitas jetzt für längere Zeit im Notbetrieb bleiben müssen, sagte Sprecherin Daniela Heimann. Dafür müsse aber erst die weitere Entwicklung abgewartet werden.

Nach ihrem Eindruck wollten sich viele Eltern nochmal solidarisch zeigen und ihre Kinder, soweit möglich, zu Hause betreuen. "Wir spüren aber auch deutlich, dass viele Eltern Diskussions- und Klärungsbedarf beim Thema Kita-Beiträge haben."

Stand: 26.04.2021, 15:32