Chempark Currenta

Abwasser-Skandal bei Currenta - Staatsanwaltschaft ermittelt

Stand: 27.12.2021, 18:11 Uhr

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Mitarbeiter von Currenta sich strafbar gemacht haben. Dabei geht es um die nicht genehmigte Einleitung von etwa 1,3 Millionen Liter Löschwasser, das mit Chemikalien belastet war.

Von Oliver Köhler

Es müsse nun geprüft werden, ob Mitarbeiter des Chemieparkbetreibers Currenta sich strafbar gemacht haben.

Kontaminiertes Wasser fünf Monate lang unbemerkt ausgelaufen

Das zuvor nicht gereinigte Wasser, war durch die Kläranlage in den Rhein geflossen. Laut Currenta soll das bei der Explosion im Juli aufgefangene Löschwasser wegen eines Defektes einer Verschluss-Klappe fünf Monate lang unbemerkt aus einem Tank ausgelaufen sein.

Gutachter sollen Sicherheitskonzept von Currenta untersuchen

Ob und wie der Rhein dadurch belastet worden ist, will die Kölner Bezirksregierung jetzt von Sachverständigen untersuchen lassen.
Das Sicherheitsmanagementsystem des Chemieparkbetreibers Currenta wird laut Bezirksregierung durch ein unabhängiges Expertenteam überprüft. Der bisherige Schwerpunkt Abfallmanagement müsse "nun um den Schwerpunkt Abwassermanagement erweitert werden", teilte die Bezirksregierung mit.

Der WDR hatte aufgedeckt, dass Currenta nach der Explosion in der Sondermüllverbrennungsanlage in Leverkusen große Mengen verunreinigten Löschwassers über ein Klärwerk in den Rhein geleitet hatte. Dadurch waren unter anderem Insektengifte in den Rhein gelangt.