Ab 7. Mai sollen die Grundschulen wieder öffnen

Mädchen mit Mundschutz schaut auf ein Tablet (Ivanovo, Russland)

Ab 7. Mai sollen die Grundschulen wieder öffnen

Von Rainer Striewski

  • Noch vor den Sommerferien sollen Schulen für alle öffnen
  • Unterricht soll tage- oder wochenweise ermöglicht werden
  • NRW-Grundschulen sollen ab 7. Mai für Abschlussklassen wieder öffnen
  • Gewerkschaft und Opposition vermissen konkretes Konzept

Die Grundschulen in NRW sollen wie geplant am 4. Mai wieder öffnen. Das betonte Schulministerin Yvonne Gebauer am Dienstag (28.04.2020) gegenüber dem WDR. Wie bei den Gymnasien sollen aber zuerst nur die Schulleitungen zur Vorbereitung wieder in die Schulen zurückkehren. "Die Schülerinnen und Schüler kommen dann frühestens ab dem 7. Mai", so Gebauer. Die Rückkehr ist vorgesehen für Viertklässler und Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen wollen. Eine Entscheidung über diesen Plan werde in dieser Woche fallen.

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Kultusminister legen Konzept vor

Zusammen mit ihren Kollegen aus den anderen Bundesländern hatte Gebauer am Dienstag ein Konzept verabschiedet, wonach noch vor den Sommerferien alle Schülerinnen und Schüler wieder zurück in die Schule zurückkehren sollen.

Der Infektions-und Gesundheitsschutz habe "höchste Priorität", heißt es im Konzept der Kultusminister. Sie setzen deshalb auf behutsames Vorgehen: Lerngruppen sollen verkleinert und räumlich getrennt werden, der Unterricht soll zeitversetzt laufen.

Gebauer: "nicht alle zeitgleich"

"Deshalb werden wir es nicht schaffen, alle Schüler zeitgleich bis zu den Sommerferien in die Schulen zu bekommen", erklärte NRW-Schulministerin Gebauer. Es hätten sich aber viele Lehrer und Schüler gemeldet, die den "Schritt in die Normalität" gehen wollen, so Gebauer weiter.

Gewerkschaft begrüßt Unterricht für alle

"Das ist ein richtiges Ziel", meint auch Maike Finnern, Landesvorsitzende der GEW NRW. Allerdings vermisst sie hierzu konkreten Ideen der Landesregierung: "Es wäre gut, wenn wir zusammen ein Konzept erarbeiten würden", so Finnern weiter. Denn die letzten Tage hätten gezeigt: "Schulen sind räumlich sehr schnell an der Grenze ihrer Kapazität."

Ein Konzept für NRW fehlt auch der Opposition im Landtag - zumal die Kultusminister auch beschlossen haben, dass die diesjährigen Abschlussprüfungen in allen Bundesländern stattfinden sollen. "Durch die Entscheidung, die Prüfungen durchzuführen, wird es an vielen Schulen überhaupt nicht dazu kommen, dass mehr Kinder und Jugendliche in die Schulen gehen können - allenfalls den einen oder anderen Tag", erklärt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

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Das Konzept der Kultusministerkonferenz wollen Bund und Länder am Donnerstag (30.04.2020) beraten.

Schulen auf - Azubis in Sorge Westpol 26.04.2020 UT DGS Verfügbar bis 26.04.2021 WDR

Stand: 29.04.2020, 10:18