Wirtschaftshilfen: Schon 300.000 Anträge bewilligt

Pressekonferenz der Landesregierung: Das sind die Pläne zu NRW-Soforthilfe, Bürgschaften und Steuern 47:48 Min. Verfügbar bis 02.04.2021

Wirtschaftshilfen: Schon 300.000 Anträge bewilligt

  • 320.000 Anträge seit dem 27. März gestellt
  • Davon 300.000 bereits bewilligt
  • Mehr als 2,3 Milliarden Euro zur Auszahlung angewiesen

Es sind vor allem Kleinunternehmer und Solo-Selbständige, die sich für die sogenannte "NRW-Soforthilfe 2020" bewerben. Innerhalb von nur einer Woche haben 320.000 Kleinunternehmer, die unter der Coronakrise leiden, Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt. Davon sind 300.000 Anträge bereits bewilligt, wie Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag (02.04.2020) in Düsseldorf erklärte.

Einfacher Weg zum schnellen Geld?

WDR 5 Westblick - aktuell 02.04.2020 04:56 Min. Verfügbar bis 02.04.2021 WDR 5 Von Lars Faulenbach

Download

Liquidität sichern

Aktuell wurden 225.000 Zuschüsse mit einem Volumen von 2,33 Milliarden Euro zur Auszahlung angewiesen. Das Geld wird also in den kommenden Tagen auf den Konten der Antragsteller eingehen.

NRW: Deutscher Meister im Schnell-Auszahlen von Coronahilfen

WDR 5 Westblick - aktuell 30.03.2020 02:50 Min. Verfügbar bis 30.03.2021 WDR 5 Von Wolfgang Otto

Download

Je nach Zahl der Mitarbeiter können Zuschüsse zwischen 9.000 und 25.000 Euro beantragt werden. Der allergrößte Teil der Anträge, 86 Prozent, wird von Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern gestellt. Weitere neun Prozent haben maximal zehn Mitarbeiter.

Mehr als die Hälfte der Anträge kommt von kleinen Dienstleistern, rund 20 Prozent sind Freiberufler, 10,5 Prozent sind Handwerker. Auf den Einzelhandel entfallen 12 Prozent.

Weitere Erleichterungen bei der Steuer

Damit mehr Geld zunächst in den Unternehmen bleibt, das sie ansonsten ans Finanzamt überweisen müssten, erhalten sie nun die Möglichkeit, ihre Lohnsteueranmeldungen zwei Monate später abzugeben. Dadurch stehen ihnen vorübergehend drei Milliarden zusätzlich zur Verfügung.

Die anderen Möglichkeiten zur zinslosen Stundung von Steuerzahlungen und Fristverlängerungen werden bereits rege genutzt, sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU). "Die kurzfristige Verbesserung der Liquiditätssituation in den nordrhein-westfälischen Unternehmen ist dringend erforderlich", so der Minister.

Die SPD im Landtag begrüßte die Maßnahmen. "Es ist richtig, das derzeit alles getan wird, um die Liquidität unserer Unternehmen zu stärken", sagte Fraktionschef Thomas Kutschaty. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Bezirksregierungen und Finanzämtern, die alle Anträge zügig und unbürokratisch bearbeiteten.

Ziel der Hilfen von Land und Bund ist es, die Existenz von Unternehmen zu sichern, deren Umsätze infolge der Pandemie eingebrochen sind, bei denen laufende Ausgaben aber weiter bedient werden müssen.

Stand: 02.04.2020, 14:23