Schulen in NRW zu - Spielplätze gesperrt

NRW sperrt Spielplätze wegen Corona

Schulen in NRW zu - Spielplätze gesperrt

  • Spielplätze in NRW gesperrt
  • Sämtliche Schulen in NRW wegen Coronakrise geschlossen
  • Notfallbetreuung in Schulen und Kitas ausgeweitet

In NRW sind neben den Schulen und Kitas auch die Spielplätze gesperrt, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Ab Montag (23.03.2020) soll nun die Notfallbetreuung für Kinder in Schulen und Kitas ausgeweitet werden, um Eltern zu helfen, die für "kritische Infrastruktur" arbeiten.

NRW folgt Empfehlung der Bundesregierung

Die Schließung der Spielplätze hatte das Land bereits am Dienstag (17.03.2020) beschlossen. Mit der neuen Regelung folgte NRW der Empfehlung der Bundesregierung.

Geschlossen sind seit Montag auch sämtliche Schulen in NRW. Es gelte, Infektionsketten zu unterbrechen, indem man soziale Kontakte weitestgehend verhindert, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Schulen seien nunmal Orte der sozialen Kontakte.

Arbeit in "kritischer Infrastruktur": Notfallbetreuung für Kinder

Lediglich für Kinder, deren Eltern für "kritische Infrastruktur" arbeiten, gelten Ausnahmen. Kinder von Ärzten oder Pflegern also, von Lehrern, Sicherheitskräften, Busfahrern oder Bankangestellten. Für sie müssten in allen Schulen Notfallplätze bereit gehalten werden. Dasselbe gilt für Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten.

Ab Montag sollen nun mehr Familien Anspruch auf diese Notbetreuung haben. Laut Landesregierung reicht es dann, wenn ein Elternteil zur kritischen Infrastruktur gehört - bislang mussten beide dazugehören.

In bisherigen Gruppenverbänden

Die Notfallbetreuung findet nach Angaben des Schulministeriums vom Samstag (21.03.2020) auf jeden Fall in den bisherigen Gruppenverbänden statt, auch wenn dies in Einzelfällen dazu führen könne, dass es 1:1-Betreuungen gäbe.

Die Lehrer müssten keinen Unterricht geben. Daher sei ausreichend Personal vorhanden, dasselbe gelte für den Ganztag. Bisher seien an NRW-Schulen rund 8.200 Kinder in solchen Notfallgruppen betreut worden.

Unterrichtsaufgaben per TV oder App

Über "Schulmails" würden Eltern regelmäßig informiert, auf der Homepage des Ministeriums gebe es alle Infos in mittlerweile elf Sprachen.

Das Ministerium arbeite außerdem an Möglichkeiten, über soziale Kanäle oder eine App Schulaufgaben anzubieten, die Schüler von zuhause aus bearbeiten können. Diese Aufgaben seien aber freiwillig und nicht prüfungsrelevant, betonte die Schulministerin.

Auch in den Kitas müssen solche Notplätze angeboten werden - und zwar in genau den Gruppenkonstellationen wie bisher auch, erklärte Familienminister Joachim Stamp (FDP), "auch, wenn das nur ein oder zwei Kinder pro Betreuer bedeutet". Man wolle "Vermischung" vermeiden, um keine neuen sozialen Kontaktgruppen zu schaffen. Das gelte auch für "gutgemeinte private Initiativen" in der Nachbarschaft: "Neue Gruppen sind nicht hilfreich."

Schulschließungen wegen Corona: Was nun? Lokalzeit Bergisches Land 13.03.2020 02:21 Min. Verfügbar bis 20.03.2021 WDR Von Klaudia Deus

Stand: 21.03.2020, 13:24