Was NRW jetzt in der Corona-Krise unternimmt

Was NRW jetzt in der Corona-Krise unternimmt

Von Anke Kückelhaus

  • NRW-Landesregierung verkündet einschneidene Maßnahmen
  • Schulen und Kitas bleiben geschlossen
  • Prüfungen sollen stattfinden
  • Einschränkung bei Krankenbesuchen

Am Freitag (13.03.2020) gab es eine außerplanmäßige Sitzung des Landeskabinetts. Dabei wurden einschneidende Maßnahmen für alle Bürger getroffen. Und Ministerpräsident Laschet (CDU) kündigte an, dass künftig regelmäßig ein "Krisen-Koordinationsrat Corona" tagen werde. Darin vertreten seien alle Staatssekretäre der Regierung.

Und das sind die Entscheidungen im Einzelnen:

Schulen

Grundschulen und weiterführende Schulen in Nordrhein-Westfalen werden ab sofort bis zum 19. April 2020 geschlossen. Am Montag (16.02.2020) und Dienstag wird laut Schulministerium eine Betreuung in den Schulen sichergestellt.

Auch die Gesundheitsfachschulen sowie Pflegeschulen im Land stellen ab Montag den Lehrbetrieb ein. Stattdessen werden laut Gesundheitsministerium die Schüler "ihre praktischen Ausbildungsinhalte zum Beispiel in den Pflegeheimen absolvieren".

Abi gesichert

Das Schulministerium teilt weiter mit: "Die Einstellung des Unterrichts ab dem 16. März bis zum Ende der Osterferien hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Terminsetzungen bei den bevorstehenden Abiturprüfungen." Denn die meisten hätten bis zu diesem Zeitpunkt die notwendigen Vorabiturklausuren für die Zulassung zur Abiturprüfung bereits geschrieben. "Durch flexible Regelungen und Nachschreibtermine ist darüberhinaus sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen ablegen können."

Kitas

Laut Familienministerium dürfen ab Montag Kinder im Alter bis zur Einschulung sowie Schülerinnen und Schüler keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtung oder "Kinderbetreuung in besonderen Fällen" (sogenannte Brückenprojekte) betreten dürfen.

Wörtlich heißt es aus dem Ministerium: "Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder wahrzunehmen." Die Kinder sollten aber nicht von Personen betreut werden, die nach RKI als besonders gefährdet gelten, insbesondere gehören hierzu Vorerkrankte und Lebensältere.

Mit den Kommunen versuche man sicherzustellen, dass die Kinder von Ärzten, Pflegepersonal und Menschen, "die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeiten" eine Betreuung erhalten.

Corona legt NRW lahm

WDR RheinBlick 13.03.2020 21:45 Min. Verfügbar bis 13.03.2021 WDR Online

Download

Hochschulen

Der Vorlesungsbeginn wird auf den 20. April 2020 verschoben. An den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wäre der Betrieb regulär am 23. März 2020 gestartet, an den Universitäten und Kunst- und Musikhochschulen am 6. April 2020. Spätestens Anfang April will das Wissenschafts-Ministerium die Lage neu bewerten.

Stand: 14.03.2020, 15:29