SPD fordert mehr Corona-Hilfen für Kinder

Einsames Kind schaut aus dem Fenster

SPD fordert mehr Corona-Hilfen für Kinder

Kinder und Jugendliche sind die Leidtragenden der Corona-Krise: Fast jedes dritte Kind leidet infolge der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Die SPD fordert deshalb mehr Corona-Hilfen.

Die SPD im NRW-Landtag hat gezielte Hilfen für Kinder und Jugendliche gefordert, um die seelischen Belastungen und schulischen Defizite infolge der Corona-Pandemie aufzufangen.

Dafür will die Fraktion kommunale Bildungslotsen einführen. Sie sollen Familien, die Unterstützung brauchen, kontinuierlich zur Seite zu stehen. Darüber hinaus will die SPD Grundschulen zu Familienzentren ausbauen, um auch dort pädagogische und therapeutische Hilfe an einem Ort anbieten zu können, besonders in sozialen Brennpunkten.

Eltern sollen weniger arbeiten

Aber auch die Eltern sollen entlastet werden: Zum einen durch die Abschaffung der Beiträge für die Kita und den Offenen Ganztag, zum anderen durch ein neues Familienarbeitszeitmodell. Dabei sollen Eltern 20 Prozent weniger arbeiten können und dafür einen vollen Lohnausgleich vom Staat bekommen.

Aufstockung der Milliarden-Förderung

Aus Sicht der SPD müsse die NRW-Landesregierung die bereits geplante Bundesförderung für Kinder und Jugendliche von zwei Milliarden Euro noch einmal aufstocken - in welchen Umfang, könne sie aber noch nicht beziffern.

Auch die Grünen forderten in einem Antrag konkrete Hilfe für Kinder und Jugendliche, etwa Pandemie gerechte Sportkurse und Jugendtreffs sowie einen Stufenplan für Präsenzangebote der Jugendhilfe. Die Landesregierung solle zudem eine Befragung von Kindern und Jugendlichen in Auftrag geben, um mehr über ihre aktuelle Situation zu erfahren.

Stand: 11.05.2021, 17:06