Kanzlerfrage: Laschet empfiehlt Ende der Diskussion

Kanzlerfrage: Laschet empfiehlt Ende der Diskussion

Von Nina Magoley

  • Wird der nächste Bundeskanzler aus NRW kommen?
  • Annegret Kramp-Karrenbauer stürzt in Umfragewerten
  • NRW-Ministerpräsident Laschet im Gespräch

Offiziell läuft Angela Merkels Regierungszeit als Bundeskanzlerin noch bis 2021. Doch ein vorzeitiges Ende der GroKo gilt als sehr wahrscheinlich und die Diskussion über die Nachfolge der Kanzlerin ist wieder entflammt.

Neues Feuer bekam sie, nachdem CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Ralph Brinkhaus jüngst erklärte, er sei davon überzeugt, dass die derzeitige CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird.

Doch spätestens seitdem Kramp-Karrenbauer mehr als ein Mal mit erzkonservativen Äußerungen überraschte, halten das bisherige Anhänger aus dem liberalen Lager der Union für gar nicht mehr für so selbstverständlich.

Laschet ergreift Position gegen Kramp-Karrenbauer

Während die Umfragewerte der Saarländerin derzeit abstürzen, wird als möglicher Merkel-Nachfolger immer wieder auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet genannt. Der gilt zwar als Unterstützer Kramp-Karrenbauers, hat aber in den letzten Wochen mehrfach Position gegen die Parteichefin eingenommen.

In der Debatte um eine CO2-Steuer etwa oder auch nach den Äußerungen Kramp-Karrenbauers zur angeblichen "Meinungsmache" junger Youtuber im Internet vor der Europawahl.

Von der "Welt am Sonntag" am vergangenen Wochenende befragt, ob sich die CDU in den letzten Monaten zu sehr von Merkel wegbewegt habe, sagte Laschet: Er empfehle, am bisherigen "Erfolgsrezept der CDU" festzuhalten, das darin bestehe, "Probleme pragmatisch zu lösen und über die CDU-Stammwähler hinaus viele Bürger anzusprechen". Viele werteten das als deutliche Kritik am Vorpreschen der Parteichefin.

Laschet weicht der K-Frage aus

Doch konkreten Fragen zu einer möglichen Kanzlerkandidatur weicht Laschet bisher gekonnt aus. "Ich bin intensiv mit meiner Aufgabe in Nordrhein-Westfalen beschäftigt und konzentriere mich mit der FDP darauf, unser Land voranzubringen", sagt er der Zeitung.

Am Rande einer Forschungsveranstaltung am Dienstag (11.06.2019) in Aachen wiederholte er dieses Mantra: Alle, die über Personal spekulieren, sollten das "jetzt beenden, sie sollten ihre Arbeit machen", sagte Laschet dem WDR.

Auch dem einstigen Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der zuletzt erfolglos für den Posten des CDU-Bundesparteichefs kandidiert hatte, werden Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt. Doch auch der Sauerländer hält sich bedeckt. Bei einer Buchvorstellung in Köln am Dienstag sagte Merz, eine Diskussion um die Kanzlerkandidatur sei zum jetzigen Zeitpunkt "völlig irre".

Stand: 11.06.2019, 18:01

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Rauten 12.06.2019, 19:04 Uhr

    "arme CDU" Angela Merkel die ewig gestrige Annegret Kramp-Karrenbauer der Flop Armin Laschet der Schön-Wetter-Redner Friedrich Merz der Wichtigtuer

  • 1 Erich Büdenbender 12.06.2019, 13:24 Uhr

    Wenn wir einen echten Neuanfang wollen, dann gibts nur eines: Kein Nichtssager Laschet, keine KKB sondern nur F. Merz, eine Person mit hoher Intelligenz, ein Prakmatiker und Macher. Weicheier haben wir in allen Parteien genug, Dummschwätzer auch. Nur Schade mit der Neiddebatte ( Millionär) auch durch die Medien. Ich hoffe, das F. Merz antritt und auch gewinnt.