Ministerium legt Planung für Straßenbau offen

Autos stehen in eienr Baustelle auf der Autobahn 40 bei Bochum im Stau

Ministerium legt Planung für Straßenbau offen

Von Sabine Tenta

  • Masterplan Straßenbau NRW vorgestellt
  • NRW-Verkehrsministerium legt Planungen offen
  • Künftig jährliche Aktualisierung geplant

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) will die Straßenbauplanungen planbarer machen - auch für die Bürger. Darum hat das Ministerium eine Liste erstellt mit den Vorhaben der nächsten Jahre, einen sogenannten Masterplan. Wüst stellte ihn am Montag (08.01.2018) in Düsseldorf vor.

Der Masterplan basiert auf dem Bundesverkehrswegeplan, der 2016 vom Bund verabschiedet wurde. Er sieht für NRW bis zum Jahr 2030 Ausgaben in Höhe von 20 Milliarden Euro vor. Gebaut werden soll an insgesamt 200 Autobahnen und Bundesstraßen.

Neue Baustellen: 20 Milliarden Euro für neue Straßen und Autobahnen in NRW

WDR 2 | 08.01.2018 | 03:59 Min.

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Jährlicher Zwischenstand wird öffentlich

Es sei ein Novum, dass das Verkehrsministerium in NRW seine Planungen sehr konkret öffentlich mache, sagte Wüst. Künftig werde zum Ende des Jahres eine Aktualisierung der Planungen veröffentlicht.

In einer sechsseitigen Auflistung sind zunächst für alle betroffenen Autobahnen und Bundesstraßen in NRW die Planungsschritte für dieses Jahr einsehbar.

Die dringlichen Bauvorhaben

Und es gibt eine Auflistung von besonders dringlichen Bauvorhaben. Dazu gehören zum Beispiel der Ausbau der A1 am Leverkusener Kreuz und der A3 auf mehreren Abschnitten. Weitere Autobahnen in dieser Liste sind: A4, A30, A40, A42, A43, A45, A52, A57, A59 und A559.

Bis wann die Bauvorhaben abgeschlossen sind, hält das Ministerium bewusst vage. Verzögerungen könnten sich zum Beispiel ergeben, wenn in Baugebieten schützenswerte Pflanzen- oder Tierarten entdeckt werden. Auch Klagen gegen Bauprojekte seien immer möglich, so Wüst. Es sei aber durchaus denkbar und wünschenswert, dass einige Projekte schneller fertig werden.

Wunsch: Klagewege verkürzen

"Man muss gegen etwas, das einen belastet, klagen können", sagte der Verkehrsminister. Aber weniger Klageinstanzen bei Straßenbauprojekten seien sinnvoll. An eine mögliche neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD richtete Wüst den Wunsch, dass entsprechende Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht werden.

Mehr Personal beschlossen

Der noch nicht verabschiedete NRW-Haushalt sieht eine Aufstockung des Personals im Verkehrsministerium vor. 50 weitere Planer sollen eingestellt werden. Zusätzlich wollen auch die Bezirksregierungen aufstocken.

Doch Wüst drosselt seinen Optimismus, denn er weiß, wie schwer es ist, auf dem Arbeitsmarkt gute Bauingenieure zu finden.

Stand: 08.01.2018, 15:17