Innenminister stoppt Test mit Bodycams

Innenminister stoppt Test mit Bodycams

Von Martin Teigeler

  • Innenminister Reul erklärt Bodycam-Pilotversuch für gescheitert
  • Mini-Kameras seien störanfällig und ungeeignet für den Alltag
  • Landesregierung will jetzt neue Kameras anschaffen

Die NRW-Polizei bricht den Pilotversuch mit Bodycams ab. Es sei "klar geworden, dass diese Geräte viele Schäden haben", sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag (25.01.2018) dem WDR. Die getesteten Bodycams seien "ständig störanfällig", "ungeheuer schwer" und somit nicht für den Polizeialltag geeignet.

Ungeeignet: Innenminister stoppt Test mit Bodycams

WDR 5 Westblick - aktuell | 25.01.2018 | 02:39 Min.

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Land sucht neuen Hersteller

Laut Minister Reul soll jetzt eine Neu-Ausschreibung erfolgen. Ziel sei es, dass die neuen Körperkameras noch in diesem Jahr bei der NRW-Polizei eingesetzt werden können. Der Abbruch der Kamera-Versuche war am Donnerstag auch Thema in einer Sitzung des Landtags-Innenausschusses.

Bei der Bundespolizei und bei der Polizei Düsseldorf war der Bodycam-Einsatz im vergangenen Jahr positiv bewertet worden.

Reuls Amtsvorgänger Ralf Jäger (SPD) hatte im Frühjahr 2017 den Pilotversuch begonnen. Anlass für das Projekt war die Besorgnis über die steigende Zahl von Pöbeleien und Gewalt gegen Polizisten. "Wir wollen herausfinden, ob die Übergriffe auf Beamte durch den Einsatz der Bodycams abnehmen", sagte der damalige Minister Jäger.

Stand: 25.01.2018, 17:12