Corona-Hilfen auch für den Lebensunterhalt nutzen

Zuschussanträge in Deutschland

Corona-Hilfen auch für den Lebensunterhalt nutzen

  • Land stockt Corona-Hilfen für Kleinunternehmer und Freiberufler auf
  • Lebensunterhalt davon bezahlen
  • Sonderregelung NRW
  • Land zieht positive Soforthilfen-Bilanz

Um krisengeplagte Kleinunternehmer und Freiberufler in NRW weiterhin zu unterstützen, will das Land ihnen 1000 Euro Zuschuss pro Monat für Lebenshaltungskosten zuschießen. Das hat die Landesregierung beschlossen. Das Geld wird zusätzlich zu dem neuen Hilfsprogramm der Bundesregierung ausgezahlt, dass eigentlich vorsieht, dass die Zuschüsse nur zur Deckung von Betriebskosten eingesetzt werden können.

Beim Bundeshilfsprogramm ab Juni gilt nämlich: auf die 3.000 Euro, die Einzelunternehmer für die Betriebskosten pro Monat bekommen können, legt das Land noch einmal 1.000 Euro oben drauf für den Lebensunterhalt. Damit versucht die Landesregierung ein Problem vieler Künstler und Freiberufler zu lösen: In der Regel haben sie nur geringe Betriebskosten und profitieren deshalb kaum von der Corona-Hilfe des Bundes. Für den Lebensunterhalt bliebe ihnen nur der Hartz-4-Antrag.

Um das zu verhindern, gibt es jetzt zumindest in NRW diese Sonderregelung. Die Kosten dafür übernimmt die Landesregierung, insgesamt steellt sie 300 Millionen Euro bereit. Die neue Überbrückungshilfe gibt es für die Monate Juni bis August. Das bundeseinheitliche Antragsverfahren startet im Juli.

Bilanz Corona-Soforthilfen

Gemeinsam mit den Bezirksregierungen habe man es geschafft, eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu gewähren, betonte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf. Insgesamt bewilligte das Land in den vergangenen Monaten mehr als 426.000 Anträge von Solo-Selbstständigen sowie kleinen Unternehmen und zahlte rund 4,5 Milliarden Euro aus. Seit Ende Mai ist die Antragsphase des Programms, durch das krisengeplagte Betriebe einen Zuschuss zu ihren Betriebskosten erhielten, beendet.

Überschüssiges Geld zurückzahlen

Die Empfänger haben nun bis Ende September Zeit, zu prüfen, wie groß ihre Ausfälle in den vergangenen Monaten tatsächlich waren. Lagen sie unter der Summe der Soforthilfe, muss dies in einem digitalen Formular angegeben und auf das Konto der entsprechenden Bezirksregierung zurückgezahlt werden. Dazu appellierte Pinkwart an die Empfänger, das überschüssige Geld zurückzugeben.

Neue Corona-Milliarden für NRW

WDR 5 Westblick - aktuell 24.06.2020 02:09 Min. Verfügbar bis 24.06.2021 WDR 5 Von Wolfgang Otto

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Erste Bilanz der Coronahilfe

WDR 5 Profit - aktuell 27.04.2020 04:13 Min. Verfügbar bis 27.04.2021 WDR 5

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Soforthilfe fließt wieder

WDR aktuell - Der Tag 17.04.2020 10:09 Min. Verfügbar bis 17.04.2021 WDR 3

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Stand: 25.06.2020, 09:57

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