Mehr Videoüberwachung an NRW-Bahnhöfen

Mehr Videoüberwachung an NRW-Bahnhöfen

Von Rainer Striewski

100 Bahnhöfe in NRW sollen nun mit neuer Videoüberwachung ausgestattet werden. Ziel: Abschreckung und Aufklärung. Verkehrsminister Wüst will die Bahnhöfe im Land zu "guten Orten" machen.

Anfang letzten Jahres hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bereits eine Ausweitung der Videoüberwachung an den Bahnhöfen in NRW angekündigt. Jetzt kann offenbar mit dem Ausbau begonnen werden. Das geht aus einem Bericht des Verkehrsministeriums für den Verkehrsausschuss des Landtages hervor.

Bahnhöfe sollen zu "guten Orten" werden

Demnach sollen nun 100 Bahnhöfe in NRW auf Kosten des Landes mit neuer Videoüberwachungstechnik ausgestattet werden. Der Bund hatte zuvor bereits zugesagt, die Kosten für 60 Bahnhöfe zu übernehmen, so dass nun insgesamt 160 Bahnhöfe mit neuer Videotechnik ausgestattet werden können. NRW-Verkehrsminister Wüst möchte damit die Bahnhöfe "zu guten Orten" machen, an denen man sich "gut und gerne" aufhalte.

Gesamtkosten von 10 Millionen Euro

Laut Bericht rechnet das Land bei vielen Bahnhöfen mit Kosten von 80.000 oder 85.000 Euro. Deutlich teurer wird's allerdings in Oberhausen mit 300.000 Euro oder in Dorsten oder auch Wanne-Eickel mit jeweils geschätzten 200.000 Euro. Insgesamt stellt das Land für die 100 Bahnhöfe 10 Millionen Euro zur Verfügung.

"Die Videokameras sollen eine abschreckende Wirkung hinsichtlich Vandalismus und anderer Delikte entfalten sowie der Kriminalitätsaufklärung dienen", teilt das Verkehrsministerium mit. So ist etwa geplant, dass sich die Bundespolizei an einigen Bahnhöfen live aufschalten kann, um das Geschehen vor Ort zu verfolgen. Die Installationen an allen 160 Bahnhöfen sollen spätestens 2024 abgeschlossen sein.

Stand: 07.05.2021, 14:45

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