Regierungsbilanz: Armin Laschet geht - was bleibt?

Armin Laschet tauscht auf dem 43. Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen am 23.10.2021 in der Stadthalle in Bielefeld sein Namensschild gegen das von Hendrik Wüst aus..

Regierungsbilanz: Armin Laschet geht - was bleibt?

Von Jochen Trum

Teil 3/3 - Pandemie, Flut und ein Lacher zu viel

In der Pandemie musste Laschet erfahren, wie schwer er seinen abwägenden Politikansatz einer Öffentlichkeit vermitteln konnte, die nach einfachen Lösungen ruft. Schon früh in der Krise entschied er sich, mit Hilfe eines interdisziplinären Expertenrats auch andere Sichtweisen als die der Virologen in seine Politik einfließen zu lassen. Das brachte ihm wahlweise den Vorwurf ein, entweder ein Zauderer oder ein Lockerer zu sein.

Manchmal wurde er auch für sein Vorpreschen gescholten. Dass sein Sohn einen Kontakt zu einem Hersteller von Alltagsmasken vermittelte und das Land dort für viel Geld bestellte, sorgte für Ärger, ebenso wie das Engagement einer PR-Agentur, um eine Feld-Studie zu Corona zu bewerben. Mit Laschets Abgang dürfte das zu Fußnoten der jüngeren Landesgeschichte werden.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lacht während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt.

Schlüsselerlebnis im Bundestagswahlkampf?

Im Gedächtnis hingegen bleibt wohl sein unglücklicher Lacher vor laufenden Kameras im Beisein des Bundespräsidenten Mitte Juli. Die Flut hatte gerade zugeschlagen und Teile von Nordrhein-Westfalen verwüstet, 49 Menschen starben. Vermutlich geht dieser Moment als ein Schlüsselerlebnis im Bundestagswahlkampf 2021 in die Geschichte ein. Vielleicht war es der Moment, in dem das politischen Leben des Armin Laschet eine schicksalhafte Wendung nahm. Sicher wissen wird man das wohl nie.

Was lernen wir aus dem Hochwasser?

WDR RheinBlick 23.07.2021 29:53 Min. Verfügbar bis 23.07.2022 WDR Online


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Stand: 25.10.2021, 16:46

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