Wahlkampf-Material wie Flyer und Tassen liegen ausgebreitet vor Wahlplakaten

AfD setzt im Landtagswahlkampf auf Corona, Migration und Heimat

Stand: 18.02.2022, 16:58 Uhr

Die AfD hat ihre Kampagne für die Landtagswahl vorgestellt. Mit Slogans wie "Nie wieder Lockdown" oder "Gesund ohne Zwang" möchte die Partei im Mai zum zweiten Mal in den Landtag einziehen.

Die AfD hat am Freitag in Düsseldorf ihre Kampagne zur NRW-Landtagswahl am 15. Mai vorgestellt. Die Partei will vor allem mit den Themen Corona, Migration und Heimat bei den Wählerinnen und Wählern punkten.

Dabei liegt der klare Schwerpunkt auf Corona und die Einschränkungen der Grundrechte. "Nie wieder Lockdown" heißt es da oder "Gesund ohne Zwang" - womit man auf die Debatte um die Impfpflicht anspielt. Spitzenkandidat und Landtagsfraktionschef Markus Wagner sagte ungeachtet der zahlreichen Lockerungs-Maßnahmen der regierenden FDP, dass die AfD in der Corona-Krise in den vergangenen zwei Jahren "als einzige Partei" den Freiheitsbegriff verteidigt habe. Die für den 20. März angekündigte weitgehende Rücknahme der Corona-Maßnahmen sei weit von dem entfernt, was andere europäische Länder machten, die alle Beschränkungen fallen ließen. "Von einem Freedom Day sind wir weit entfernt." Der neue AfD-Landeschef Martin Vincentz sagte, Freiheit und Wohlstand seien in der Corona-Zeit "stark unter Druck geraten".

Auch die FDP setzt bei ihrer Wahlkampagne auf den Freiheitsbegriff: “Es heißt nicht: Einigkeit und Recht und Freiheitsverbote” ist auf einem ihrer Plakate zu lesen.

AfD will vorerst keine weitere Zuwanderung

Bei der Zuwanderung will man einen Stopp, bevor nicht die bisherigen Flüchtlinge integriert sind, wie Markus Wagner bei der Kampagnen-Präsentation sagte.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren konnte die Partei erstmals in den Landtag einziehen. Damals bekam sie 7,4 Prozent der Stimmen. Drei Mitglieder der Landtagsfraktion verließen die AfD aber während der Legislaturperiode. Bei der Wahl im Mai gibt man sich auf das erwartete Ergebnis eher defensiv. Zunächst einmal wolle man zumindest das Ergebnis von 2017 verbessern, erklärte ein Parteisprecher.

Neue Gesichter, alte Probleme: Die AfD und Rechtsaußen

Westpol 06.02.2022 10:39 Min. UT DGS Verfügbar bis 06.02.2023 WDR

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