Markus Wagner AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl

Von Christoph Ullrich

In Essen bestimmt die nordrhein-westfälische AfD ihre Landesliste zur Landtagswahl. Auf Platz 1 wurde Fraktionschef Markus Wagner gewählt.

Es war keine Überraschung, dass Wagner Spitzenkandidat wurde, was an sich schon eine Überraschung ist. In der Regel streiten sich in der AfD die verschiedenen Lager lange um das Personal. 

Wagner will Fraktion weiterentwickeln

Insofern ist Wagners Wahl an sich schon ein Erfolg für die AfD. Zwar hatte Wagner mit Henning Zoz aus Siegen einen Gegenkandidat. Gegen ihn setzte er sich mit 258 zu 167 Stimmen, 71 der Delegierten enthielten sich oder stimmten gegen beide. Allerdings bedeutet das auch, dass Wagner nur etwas über die Hälfte der Delegierten-Stimmen bekommen hat.

In seiner Rede erklärte der 57-Jährige, er wolle die Fraktion weiterentwickeln. Er wolle den nächsten Schritt gehen. Im Vorfeld der Versammlung sagte er dem WDR, was er damit unter anderem meint. Er könne sich eine Regierungsbeteiligung mit der CDU vorstellen, sofern die selbst herausgefunden habe, wo sie stehe.

AfD mit zuletzt schlechten Ergebnissen

Weiter sagte Wagner, die AfD sei die Partei der Freiheit. Als Beispiel nannte er die Haltung der AfD zur Impfkampagne. Man sei nicht die Partei der Impfgegner, aber auch keine der Impfbefürworter. Jeder müsse selbst entscheiden können, dafür stehe er. Auf Platz zwei wurde Wagners Stellvertreter in der Landtagsfraktion, Martin Vincentz, gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

Die AfD wählt an diesem und nächstem Wochenende Ihre Landesliste für die Landtagswahl. Bei der Bundestagswahl errang die Partei in NRW etwas über sieben Prozent, damit bekam sie deutlich weniger Zustimmung als im Bundesschnitt.