Kurden-Demo: 10.000 protestierten friedlich in Köln

Tausende Kurden protestieren gegen Militäreinsatz Aktuelle Stunde 19.10.2019 UT Verfügbar bis 19.01.2020 WDR Von Jochen Hilgers, Erik Butterbrodt

Kurden-Demo: 10.000 protestierten friedlich in Köln

  • Kurden-Demo in Köln gegen türkische Militäroffensive
  • Laut Polizei 10.000 Teilnehmer - weniger als erwartet
  • Teils aufgeheizte Stimmung, insgesamt aber friedlich

Kurden und andere Demonstranten haben am Samstag (19.10.2019) in Köln gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Die Polizei hatte mit mindestens 20.000 Menschen gerechnet - erschienen ist die Hälfte.

Stimmung teils aufgeheizt

Beim Demozug war die Stimmung teilweise aufgeheizt. Es gab kleinere Rangeleien. Vereinzelt wurden Feuerwerkskörper gezündet. Ordner mahnten aufgebrachte Demonstranten zur Mäßigung. Laut Polizei verlief die Demo, die um 16.30 Uhr offiziell beendet wurde, insgesamt aber friedlich.

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Ein Demonstrant wird von den Beamten festgehalten.

Die Polizei hält eine Person fest, um Personalien aufzunehmen.

Es sei niemand festgenommen oder in Gewahrsam genommen worden, so ein Polizeisprecher. Es seien lediglich Personalien festgestellt worden. Zum Beispiel, weil eine Öcalan-Fahne hochgehalten wurde. Die Polizei hatte sich mit mehreren Hundertschaften und Wasserwerfern gegen Ausschreitungen gewappnet.

Veranstalter trotz Teilnehmerzahl zufrieden

Warum zur Demo weit weniger Teilnehmer erschienen als erwartet, konnten weder die Polizei noch die Veranstalter erklären. Zur Demo aufgerufen hatte das Aktionsbündnis gegen Rechts und die Interventionistische Linke.

Trotz der relativ geringen Teilnehmerzahl zeigten sich die Veranstalter mit der Demo zufrieden. "Es ist gut, dass in Köln und anderswo friedlich demonstriert wird", sagte eine Sprecherin. Das bekräftige die Forderungen, wie auf die türkische Militäroffensive zu reagieren sei.

"Es gibt nicht DIE Kurden"

WDR 5 Morgenecho - Interview 19.10.2019 04:46 Min. Verfügbar bis 17.10.2020 WDR 5

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Flugverbotszone gefordert

Wie die Sprecherin berichtet, fordern die Demo-Veranstalter für die Türkei nicht nur ein Waffenembargo. Es sollte auch eine Flugverbotszone eingerichtet werden. Außerdem sollten finanzielle Unterstützungen wie etwa Hermesbürgschaften für die Türkei durch die Bundesregierung unterlassen werden.

Polizei hatte Verbot geprüft

Erst am Samstagmorgen, kurz vor Beginn der Demo, gab die Polizei bekannt, dass die Veranstaltung stattfinden dürfe. Zuvor wurde ein Verbot geprüft. Der Grund: Die Polizei erwartete mehrere Tausend gewaltbereite Teilnehmer.

Bisherige Demo-Bilanz in NRW

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